Top 10 Maschinenbauer Österreichs : Das sind die größten Maschinenbauer Österreichs

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INDUSTRIEMAGAZIN-Ranking: Das sind die größten Maschinenbauer in Österreich.

- © Gorodenkoff - stock.adobe.com

Das vielbeklagte Krisenjahr 2020 ist Vergangenheit, doch ist damit auch die Krise überwunden? Von den 50 gerankten Unternehmen verzeichneten immerhin 27 ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr – bei 20 von ihnen sogar ein zweistelliges. Dennoch geben sich die Maschinenbauer nur vorsichtig optimistisch.

Materialengpässe und gestörte Lieferketten sind nach wie vor Thema und sorgen für Unsicherheit in der Branche. Dazu reihen sich hohe Energie- und Materialkosten, sowie die Sorge um die Gasversorgung. Laut einer Umfrage des VDMA sehen derzeit 87 Prozent der Unternehmen im Maschinenbau ihre Lieferketten merklich oder gravierend beeinträchtigt.

„Der Krieg in der Ukraine, Lockdowns in China, Staus in zentralen Umschlagplätzen mit deutlich verlängerten Abfertigungszeiten von Containern und Personalmangel bei der Auslieferung sowie in der eigenen Produktion – die Liste der negativen Einflussfaktoren auf die Versorgungssituation ist lang“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

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Besonders hartnäckig sind die Engpässe bei Elektronikkomponenten. Auch der Fachkräftemangel hat sich in den vergangenen Monaten zugespitzt. 60 Prozent der Unternehmen stufen diesen sowie die Demografie als großes Risiko an, heißt es von Seiten des VDMA.

Stütze der österreichischen Industrie

Der Maschinenbau zählt auch im Jahr 2024 zu den wichtigsten Stützen der österreichischen Industrie. Mit einer tief verwurzelten Tradition, hoher Exportquote und starker Innovationskraft bleibt die Branche trotz globaler Unsicherheiten auf Erfolgskurs. Dabei spielen sowohl technologische Entwicklungen als auch politische Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle.

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Der Maschinenbau trägt maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität Österreichs bei. Im Jahr 2024 beschäftigt die Branche rund 180.000 Menschen und generiert einen Umsatz von etwa 45 Milliarden Euro. Besonders bemerkenswert ist die Exportquote, die weiterhin bei über 80 % liegt. Hauptabnehmer österreichischer Maschinenbauprodukte sind Deutschland, die USA und China. Der Export in die EU-Staaten bleibt stabil, während Asien zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dabei profitiert die Branche von der hohen Qualität und Innovationskraft ihrer Produkte, die im internationalen Wettbewerb als konkurrenzfähig gelten.

Die Top 10 Österreichs Maschinenbauer

Das sind die Top 10 in Österreich Maschinenbauer:

  • Starlinger & Co GmbH
  • Wittmann Battenfeld GmbH
  • Pankl Racing Systems
  • TRUMPF Maschinen Austria GmbH & Co. KG
  • Pöttinger Landtechnik GmbH
  • Wacker Neuson Linz GmbH
  • Liebherr-Werk Nenzing GmbH
  • Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH
  • INNIO Jenbacher GmbH & Co OG
  • ENGEL AUSTRIA GmbH

Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über Umsätze, Personalfluktuation, Management und Mitarbeiter.

Starlinger & Co GmbH

Starlinger, das Maschinenbauunternehmen aus Weissenbach an der Triesting, erzielte im Jahr 2023 einen Rekordumsatz von fast 400 Millionen Euro. Seit 2016 hat sich der Umsatz des Unternehmens damit mehr als verdoppelt.

Umsatz 2024: 396 Mio. Euro
Umsatz 2021:
334 Mio. Euro
Umsatz: + 19,00 %

Geschäftsführung:

Neumüller Harald

Mitarbeiter 2020: 1.044
Mitarbeiter 2021: 970

Mehr: Neuer Starlinger-Geschäftsleiter will nachhaltigen Kunststoff vorantreiben

Harald neumueller starlinger
„In vielen Bereichen sind Kunststoffe einfach die beste Lösung. Was leider erst langsam in die Gänge kommt, ist der verantwortungsvolle Umgang damit", sagt Neumüller. - © Starlinger

Wittmann Battenfeld GmbH

Im vergangenen Jahr lag die Wittmann Gruppe nur knapp unter ihren eigenen Umsatzprognosen. Der Umsatzanstieg ist vor allem den Produktionsausweitungen der letzten Jahre geschuldet, die es ermöglicht haben, die Kapazitäten für Spritzgießmaschinen deutlich zu erweitern. Der Umsatz fiel von 400 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 376 Millionen Euro im Jahr 2021, was einem Anstieg von 6 % entspricht. Die Mitarbeiterzahl verringerte sich leicht von 2.318 im Jahr 2020 auf 2.300 im Jahr 2021.

Umsatz 2020: 400 Mio. Euro
Umsatz 2021:
376 Mio. Euro
Umsatz:
+ 6 %

Geschäftsführung:

Wittmann Battenfeld

Mitarbeiter 2020:
2.318
Mitarbeiter 2021:
2.300

Lesen Sie hier: Wittmann Battenfeld: Warum AI zum Effizienzbooster des Maschinenbaus wird

Produktion bei Maschinenbauer Wittmann Battenfeld
Wittmann Battenfeld GmbH - © IV/Franz Baldauf

Lesen Sie hier mehr zu Lieferkettenproblemen im Maschinenbau:

„Wartezeiten von vierzig Wochen für manche Standardteile“

Pankl Racing Systems

Im vergangenen Jahr konnte Pankl Racing Systems vor allem bei Motorkomponenten signifikante Fortschritte verzeichnen. Zudem hat das Unternehmen die Vorbereitungen für den neuen Formel-1-Motor, der ab 2026 verpflichtend ist, aufgenommen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Pankl ein Wachstum im Bereich Aerospace.

Umsatz 2023: 410 Mio. Euro
Umsatz 2022: 369 Mio. Euro
Umsatz: + 11%

Geschäftsführung:

Wolfgang Plasser

Mitarbeiter 2023: 2.434
Mitarbeiter 2022: 2.288

Pankl Racing Systems
Pankl Racing Systems - © Pankl Racing Systems
Besi Austria

TRUMPF Maschinen Austria GmbH & Co. KG

TRUMPF Maschinen Austria, das Kompetenzzentrum für Biegemaschinen und Biegeautomatisierung innerhalb der global agierenden deutschen Trumpf-Gruppe, hat trotz anhaltender Herausforderungen in den Lieferketten bemerkenswerte Umsatzzuwächse erzielt. Im Geschäftsjahr 2022/23 zeigte sich eine deutliche Erholung der Lieferketten und eine Verbesserung der Lieferzeiten, wenngleich vereinzelt noch Engpässe bestehen.

Umsatz 2023: 463 Mio. Euro
Umsatz 2022: 332 Mio. Euro
Umsatz: + 39 %

Geschäftsführung:

Thilo Preß

Mitarbeiter 2023: 676
Mitarbeiter 2022: 621

Mehr zum Wachstum von TRUMPF Maschinen Austria GmbH & Co. KG

TRUMPF Maschinen Austria GmbH & Co. KG
TRUMPF Maschinen Austria GmbH & Co. KG - © TRUMPF Maschinen Austria

Pöttinger Landtechnik GmbH

Pöttinger Landtechnik hat im vergangenen Jahr erneut mit einer beeindruckenden Exportquote von 90 Prozent auf sich aufmerksam gemacht. Die Bereiche Bodenbearbeitungsmaschinen, Sätechnik und die neu eingeführte Kulturpflegetechnik tragen mittlerweile mehr als ein Drittel zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei und zeigen eine stetige Wachstumsdynamik. In den letzten Jahren hat das traditionsreiche Unternehmen gezielt in die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten und die Verbesserung seiner Prozessabläufe investiert.

Umsatz 2023: 643 Mio. Euro
Umsatz 2022:
502 Mio. Euro
Umsatz:
+ 28 %

Geschäftsführung:


Mag. Dietachmayr Gregor, Mag. Wagner Herbert, Dipl.- Ing. (FH) Lechner, Mag. Moser Wolfgang, Dipl.-Ing. Dr. Baldinger, MBA MSc Markus.

Mitarbeiter 2023: 1.146
Mitarbeiter 2022:
1.104

Mehr zu Pöttinger Landtechnik GmbH

Grassilage, JUMBO 7000, JUMBO 7380, Steyr
Pöttinger Landtechnik GmbH - © PÖTTINGER Landtechnik GmbH

Wacker Neuson Linz GmbH

Das größte Produktionswerk von Wacker Neuson in Hörsching bei Linz beeindruckte im letzten Geschäftsjahr mit einem signifikanten Umsatzzuwachs. Das neue Feldtestgelände "TestArena", das im Sommer direkt neben dem Werk eröffnet wurde, stärkt das Kompetenzzentrum für Bagger und Dumper des Konzerns. Der Mutterkonzern konnte ebenfalls eine beachtliche Umsatzsteigerung verzeichnen, was auf eine positive Dynamik in der Baumaschinenbranche hindeutet.

Umsatz 2023: 686 Mio. Euro
Umsatz 2022: 577 Mio. Euro
Umsatz:
+ 19 %

Geschäftsführung:


Bogner Stefan, Dr. Finzel Robert, Dipl.-Ing. Kampenhuber Andreas.

Mitarbeiter 2023:
1.008
Mitarbeiter 2022:
941

Wacker Neuson Linz GmbH

Wacker Neuson Produktionshalle
Wacker Neuson - © Max Wegscheidler

Liebherr-Werk Nenzing GmbH

Das Liebherr-Werk in Nenzing hat sich erneut unter die Top-10 der österreichischen Maschinenbauer etabliert. Ein beachtliches Umsatzplus von über 30 Prozent führte zu einem Rekordergebnis. Besonders in Nordamerika bleibt die Nachfrage ungebrochen, wodurch dieser Markt weiterhin die größte Bedeutung für das Werk in Nenzing hat.

Umsatz 2023:692 Mio. Euro
Umsatz 2022:
529 Mio. Euro
Umsatz:
+ 31 %

Geschäftsführung:


Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Maier, Frainer Gerhard, Dipl.- Ing. Streitz Holger, Saler Martin

Mitarbeiter 2023:
1.765
Mitarbeiter 2022:
1.433

Mehr zu Liebherr-Werk Nenzing GmbH

Liebherr-Werk Nenzing
Liebherr-Werk Nenzing - © Vol.at

Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH

Das Liebherr-Werk in Bischofshofen verzeichnete im letzten Jahr ein starkes Umsatzwachstum, was zu bedeutenden Investitionen führte. Über 2,2 Millionen Euro flossen in eine neue Produktionsanlage, die auf einer Fläche von knapp 1.000 Quadratmetern Platz für die jährliche Herstellung von bis zu 500 batterieelektrischen Radladern bietet. Die Produktpalette der Radlader wird stetig erweitert und umfasst verschiedene Modelle wie Compactlader, Stereolader sowie mittelgroße und große Radlader, die alle mit fortschrittlichen Antriebskonzepten überzeugen.

Umsatz 2023: 845 Mio. Euro
Umsatz 2022: 668 Mio. Euro
Umsatz: + 26 %

Geschäftsführung:

Roland Kerschbaum und Manfred Santner.

Mitarbeiter 2023: 1.038
Mitarbeiter 2022: 956

Mehr zu Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH.

Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH

INNIO Jenbacher GmbH & Co OG

Der Tiroler Energielösungsanbieter INNIO Jenbacher erzielte im vergangenen Jahr nicht nur ein Umsatzplus, sondern überzeugte auch mit innovativen Produkten. Das Unternehmen setzt verstärkt auf grünen Wasserstoff und plant, bis 2025 seine gesamte Jenbacher-Motorenreihe für den Betrieb mit Wasserstoff anzupassen. Zu den wegweisenden Projekten zählt die weltweit erste H2-Notstromlösung in Eindhoven, die mit dem Know-how aus Tirol realisiert wird. Diese strategische Ausrichtung unterstreicht INNIOs Engagement für nachhaltige Energielösungen und festigt seine Marktposition.

Umsatz 2023: 1.068 Mio. Euro
Umsatz 2022: 1.031 Mio. Euro
Umsatz: +4 %

Geschäftsführung:

Ing. Mag. (FH) Mühlbacher Martin, Dr. Berlien Olaf.

Mitarbeiter 2023: 2.152
Mitarbeiter 2022: 2.070

Mehr zu INNIO Jenbacher GmbH & Co OG

INNIO Jenbacher GmbH & Co OG
INNIO Jenbacher GmbH & Co OG - © innio

ENGEL AUSTRIA GmbH

Engel hat trotz eines leichten Umsatzrückgangs erneut den Spitzenplatz unter den österreichischen Maschinenbauern behauptet. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro, angetrieben durch die starke Nachfrage in den Bereichen Medical und Packaging, besonders in den USA und Europa. Das After-Sales-Geschäft wuchs um 15 %. Engel plant, einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau seines globalen Netzwerks zu investieren, darunter ein neues Werk in Mexiko mit einer Investition von 30 Millionen Euro.

Umsatz 2023: 1600 Mio. Euro
Umsatz 2022:
1.755 Mio. Euro
Umsatz: - 9 %

Geschäftsführung:


Engleder Stefan
(CEO), Metzmacher Joachim, Dimmler Gerhard, Zeilberger Simon.

Mitarbeiter 2023:
7.400
Mitarbeiter 2022:
7000

>>> Engel Austria. Einblick in eines der verschwiegensten Familienunternehmen des Landes.

Stefan Engleder, CEO des Schwertberger Spritzgießmaschinenbauers Engel Austria
Stefan Engleder, CEO von Engel Austria. Das Unternehmen ist aktuell der umsatzstärkste Maschinenbauer Österreichs. - © Engel

Den ausführlichen Bericht mit dem Ranking der 50 größten Maschinenbauer Österreichs finden Sie in unserem Schwesternmagazin FACTORY!