Generation Y in Führungspositionen : Die Gen-Y-Lenker
Inhalt
- Samuel Kapsch, 27: Der Agile
- Johannes Alexander Hödlmayr, 31: Der Steuer-Mann
- Julia Reilinger, 31: Die Innovations-Scoutin
- Franziska Mair, 29: Die Vernetzerin
- Martin Pildner-Steinburg, 36: Der Power-Player
- Frederick Kohlmann, 34: Der Außenposten
- Marie Theres Fischer, 34: Die Netzwerkerin
- Hubert Bertsch junior, 32: Der Expansionsfreudige
- Constantin Ehrlich-Adám, 29: Der Vernetzer
- Mikis Waschl, 36: Der Enabler
- Lennart Martin Braun, 36: Der Teamplayer
- Sinan Tankaz, 38: Der Zukunftsoptimist
- Jakob Zeilinger, 35: Der Systemdenker
- Irina Susan, 30: Die Teamplayerin
- Nico Hohengassner, 22: Der Geerdete

Johannes Alexander Hödlmayr, Hubert Bertsch junior, Samuel Kapsch: Drei Vertreter der Gen Y, deren Wortschatz reich an motivatorischer Lexik ist.
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Johannes Alexander Hödlmayr, Hubert Bertsch junior, Samuel Kapsch: Drei Vertreter der Gen Y, deren Wortschatz reich an motivatorischer Lexik ist.
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Wer den Narrationssträngen von Samuel Kapsch, Martin Pildner-Steinburg und Johannes Alexander Hödlmayr folgt, wird erleichtert feststellen, dass 2023 doch voller (positiver) Überraschungen steckte. Kein schlechtes Jahr war das, Unternehmen durchbrachen Barrieren und Märkte erholten sich. Vielleicht ist der Wortschatz der drei deshalb auffallend reich an motivatorischer Lexik.
Den Fokus verlieren die Protagonisten der Jahrgänge '80 und '90 dabei nicht. Der Welt zugewandt, zählt zum Moralkonsens der jungen Führungskräfte, die nun in die Boards aufrücken, die Werte der Vorväter, die vom pflichtgemäßen Handeln künden, hoch zu halten. Die jungen Wilden der Industrie richten die Aufmerksamkeit auf mögliches - und nicht alles mögliche. Wer sind die jungen Aufsteiger? Was treibt sie an? Und wie prägen sie ihre Unternehmen?
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Samuel Kapsch, 27: Der Agile
Executive Vice President Lateinamerika, Kapsch TrafficCom
Seit dem Vorjahr managt er das Lateinamerika-Geschäft des Verkehrsmanagement- und Mautsystemeherstellers.
Samuel Kapsch weilt gerade in Madrid, als ihn 2022 die Nachricht seines Vaters erreicht, "morgen Punkt sieben Uhr bitte reden zu müssen". Gerne folgt der ältere Sohn des Unternehmers der Aufforderung. Wobei er sich schon wundert, als sehr förmlich eine Teams-Einladung ins Postfach flattert: Ist am Telefon nicht leichter eine Einladung zum Segeln oder anderen Sommervergnüglichkeiten ausgesprochen? Dass das Format nicht zufällig so gewählt war - und es erst recht nicht um Mußestunden im Kreis der Familie geht -, erfährt Samuel Kapsch anderntags auf recht direktem Weg. 30 Sekunden gibt der Vater ihm, um über seine weitere Karriere zu entscheiden. Der Posten der Leitung des Lateinamerika-Geschäfts in Santiago mit rund 400 MItarbeitern sei vakant, in instabilen Zeiten sei dort ein Familienmitglied eine Ansage. Kapsch sagt zu - managte er nach seinem betriebswirtschaftlichen Studium in Madrid doch bereits in Buenos Aires beim IT-Riesen Globant die digitale Transformation von Unternehmen.
Lesen Sie dazu auch: Samuel Kapsch: "Mein Vater gab mir 30 Sekunden"
Seither pusht Kapsch, der zwischen sich und dem Firmensitz am Wienerberg nicht nur den Ozean, sondern auch die Anden hat, die agile Kultur und erlebt - nicht nur währungsseitig - enorme Veränderungsdynamik. Der brasilianische Markt für Verkehrsmanagement- und Mautsysteme wachse rasant, das Straßennetz ist das viertgrößte der Welt. Sein Tagwerk strukturiert Kapsch - wenn er nicht gerade Kunden, Partner und Mitarbeiter in zehn Ländern bereist - wie folgt: Fünf Uhr 30 Aufstehen, dann Podcast oder Ö1 Morgenjournal hören, anschließend Boxen, ab acht Uhr Start im Büro. Ähnlichkeiten zum Vater seien nicht von der Hand zu weisen, sagt Kapsch. So teile er dessen strukturiertes Corporate-Denken, während sein jüngerer Bruder Jacob sichtbar der Gründer-Szene entspringe. Ferner Prio-1 im Unternehmen Kapsch: Die Philosophie, die Verantwortung über Mitarbeiter hochzuhalten.
# kombiniert europäische Strukturiertheit mit südamerikanischer Flexibilität
# wechselte in einem Sommerjob bei Kapsch in der Firmengarage Reifen
# hat ein Faible für Geschichte

Johannes Alexander Hödlmayr, 31: Der Steuer-Mann
CEO Hödlmayr (ab Juli 2024)
Im Juli rückt er in die Holdingspitze des oberösterreichischen Fahrzeuglogistikers Hödlmayr auf. Und will von dort aus das Unternehmen weiterentwickeln.
Im großväterlichen Fahrzeuglogistik-Unternehmen aus Schwertberg, in 16 Ländern präsent, einmal die Fäden zu ziehen, war für den Gründerenkel längst nicht ausgemacht. "Anfang 20 hätte meine Antwort wohl eher nein gelautet", schmunzelt Johannes Alexander Hödlmayr. Freilich, er jobbte schon als Teenager in den Ferien im Unternehmen, saß bei ausgedehnten Lkw-Touren am Beifahrersitz und werkte im Fahrzeuglager. Auch die Freuden der Wettbewerbsanalyse durfte er eines schönen Sommers erfahren. Und dann erst sein einschlägiges Studium - Logistik- und Transportmanagment. Doch für Hödlmayr, der zwei Schwestern und einen Cousin sowie eine Cousine sein Eigen nennt, war die Karriere in Schwechat - er verdiente sich bei Hermes in der Paketlogistik seine Sporen - als Einstieg genau richtig. Doch mit dem Rückkzug seines Vaters aus dem operativen Geschäft - und den sich abzeichnenden alternativen Karrierevorstellungen seiner Familienmitglieder - war es Zeit für eine Kopf- und Bauchentscheidung.
Lesen Sie dazu auch: Johannes Alexander Hödlmayr: Der Steuer-Mann.
"Ich hörte auf beides und vielleicht mehr auf den Bauch", sagt Hödlmayr. 27-jährig, habe sich der Eintritt ins Familienunternehmen - als Logistiker stark in der West-Ost-Achse präsent - "stimmig" angefühlt. Als Holdingchef wolle Hödlmayr nach der Umwandlung des Unternehmens in eine GmbH nun mit Andreas Sundl (COO) und Robert Horvath (CFO) die nächsten Wachstumsschritte innerhalb Europas akkordieren und das Hödlmayr-Netzwerk weiter ausbauen. New Work, Digitalisierung und nachhaltige Mobilitätslösungen, aber auch Direktvertrieb seien die Themen der Zeit. "Home Delivery ist eine kleine Ergänzung des Kerngeschäfts, mit dem Vorteil, sehr unmittelbar mit Endkunden in Verbindung zu treten", sagt Hödlmayr. Neben seiner neuen Rolle als CEO, freut er sich besonders, dass das Unternehmen sein 70-jähriges Bestehen 2024 feiern wird.
# fasziniert von den Geschichte & Politik
# hält sich bei Tennis und Golf in Form
# managt vom Firmensitz, der am urgroßelterlichen Bauernhof domiziliert ist

Julia Reilinger, 31: Die Innovations-Scoutin
Geschäftsführerin, B&C Innovation Investments
Seit heuer managt sie Scaleup-Beteiligungen der B&C-Gruppe. Dort werden aus feinen Investments in aufstrebenden Technologie-Bereichen Perlen.
Dass sich die heute 31-jährige einmal im Investmentbereich wiederfinden würde, hätte Julia Reilinger in ihren frühen Ausbildungsjahren selbst nicht gedacht. Denn mit ihrem Bachelorstudium an der WU Wien hielt sie sich zunächst alle Optionen offen: Unternehmensführung und Wirtschaftspädagogik waren die gesetzten Schwerpunkte. Und sozusagen pflichtgetreu arbeitete sie später auch in der Personalberatung eines großen Consulters (Kienbaum). Doch ihr Masterstudium Strategy, Innovation and Management Control hatte da schon ein Feuer zum Lodern gebracht. Da war der große Name B&C, die namhaften Industriebeteiligungen Lenzing, AMAG oder Semperit. Und da waren die Tech-Scale-Ups der 2016 gegründeten B&C Innovation Investments GmbH. 2017 wechselte Reilinger als Portfolio-Managerin zur B&C, seit heuer ist sie Geschäftsführerin der BCII.
Lesen Sie hier noch: Julia Reilinger, B&C: Die Innovations-Scoutin.
Und damit am Schnittpunkt zu aktuell zehn Direktbeteiligungen in unterschiedliche Reifephasen, vorwiegend aus dem Bereich Industrial Tech – wie unter anderem an TTTech oder Frequentis. Der jüngste Streich: Eine Beteiligung an neoom, dem ersten Investment im Energiesektor. Eine solche – wie auch ein aktuell investiertes Kapital von rund 100 Millionen Euro - kommt nicht von ungefähr. 100 Unternehmen werden Jahr für Jahr - passend zum jeweiligen Investitionsfokus - gescoutet. Das - und mit den Gründungsteams gemeinsam etwas zu erarbeiten – "übt einen besonderen Reiz aus", sagt Reilinger. Die bei den Planungen für 2024 – voraussichtlich ein gesamtwirtschaftlich herausforderndes Jahr – eine gewisse Vorsicht walten lässt. Und in der sehr schnelllebigen Welt in Literatur und der Natur Ausgleich findet.
# hätte als junge nicht darauf gewettet, im Startup-Umfeld zu arbeiten
# in ihrem Team finden sich mehrere Absolventen ihres Masterstudiengangs
# findet in der Natur Ausgleich

Franziska Mair, 29: Die Vernetzerin
Project Portfolio Managerin, Fronius
Die Business Unit Solar Energy von Fronius hat es ihr angetan. Auch deshalb verlegt sie ihren Lebensmittelpunkt in die USA.
Sie will, so erzählt sie, einen Mehrwert für die Menschheit im allgemeinen und einen positiven Beitrag zur Nachhaltigkeit im speziellen leisten. Mit ihrer Jobwahl hat Franziska Mair die besten Voraussetzungen dafür geschaffen. Bei Fronius in der R&D als Project Portfolio Managerin tätig, ist Veränderung - in einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Technologiespektrum - ihr tägliches Metier. Gut und gerne 25 Projekte überblickt sie auf diese Weise am Stück, eines davon, das sie selbst gemanaged hat, war die Einführung eines neuen Product-Lifecycle-Management-Systems. Da ist Einteilung - oder eben gutes Projektmanagement - die halbe Miete. Herausforderungen nehme sie seit jeher gerne an. Die wohl größte: "Die richtigen Projekte auch zur richtigen Zeit anzugehen", sagt die überzeugte Frühaufsteherin, deren Abschluss in Business Administration sie auf recht direktem Weg in die produzierende Wirtschaft geführt hat.
Lesen Sie dazu auch: Die Topmanagerinnen in Österreich.
Seit 2018 ist sie nun bei Fronius, die Solarsparte findet sie - auch vom ökologischen Standpunkt aus gesehen - besonders spannend. Neben dem internationalen Fokus des Unternehmens, den sie zuletzt besonders im Blick hatte. Wird es Mair doch im Frühjahr 2024 in ihrer neuen Rolle als technische Projektleiterin für Produktentwicklung in die USA verschlagen. In Portage, Indiana, wird sie ihre Zelte aufschlagen und von dort aus den amerikanischen Markt für die Fronius- Business Unit Solar Energy mitentwickeln.
# ihr Nachhaltigkeitsherz schlägt kräftig für die Solartechnologie
# hat ihren Lebensmittelpunkt ab dem Frühjahr in den USA
# die Berge bringen sie zur Ruhe

Martin Pildner-Steinburg, 36: Der Power-Player
Leiter HR und Organisationsentwicklung, GAW technologies
Statt sich auf Ausgrabungsstätten zu tummeln, leitet er seit März die HR und Organisationsentwicklung bei der Grazer Anlagenbaugruppe.
Wenn er vom Eishockey spricht, ist er unweigerlich in seinem Element: Seit der Kindheit ist er glühender Fan, wie sollte es in dieser Familie, in der der Onkel (Jochen Pildner-Steinburg) gleich der amtierende Ligaboss ist, auch anders sein. Und so freut er sich an freien Tagen auf Kurztrips zu diversen Eishockeyspielen im In- und Ausland. Ebenso sattelfest unterwegs ist er in seinem beruflichen Umfeld, in dem er sich seit gut 10 Jahren - in ganz jungen Jahren studienbegleitend als Mitarbeiter der technischen Redaktion, später als Trainee - bewegt: dem Familienunternehmen GAW technologies. Dorthin verschlug es den ausgebildeten Archäologen nach dessen Studium, statt Passheiligtümern (sein Abschlussthema) und klassischer provinzialrömischer Archäologie geht es nun etwa um Dispergiermaschinen und weiteren Anlagen der Papierindustrie, die den heute 36-jährigen ob ihrer Größe und Funktionalität schon in jungen Jahren imponierten.
Lesen Sie dazu auch: Martin Pildner-Steinburg: Der Power-Player.
Bisher - und weiterhin - Assistent der Geschäftsleitung der GAW Beteiligungs GmbH, managt Pildner-Steinburg, Spross von Langzeittechnikchef Jörg - seit März operativ die Bereiche HR- und Organisationsentwicklung. "Bereiche, die mir liegen", sagt Pildner-Steinburg, der als zertifizierter Prozessmanager nicht zufällig auch ein Auge auf die Prozesse hat und Schnittstellenprobleme zwischen Abteilungen zu lösen vermag. Wo er sich in ein paar Jahren sieht? Zu weit in die Zukunft vorausschauen will er derzeit noch nicht, lieber ist er im Hier und Jetzt. Seine Wertewelt ist jedenfalls klar umrissen: "Wir alle sind dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern verpflichtet", sagt er.
# hat die Archäologie gegen das Familienunternehmen eingetauscht
# lernte von Nina Pildner-Steinburg eine Menge über Mitarbeiterführung
# brennt für Eishockey

Frederick Kohlmann, 34: Der Außenposten
Vice President Finance Regions NAM & LATAM, Palfinger
Von Chicago aus managt er die Finanzen des Technologieunternehmens in Übersee. Und poliert dabei sein Portugiesisch auf.
Geboren in Freiburg und aufgewachsen in Österreich, zog es Frederick Kohlmann nicht nur zum Aufbessern seiner Portugiesisch-Kenntnisse nach São Paulo. Im Finanzzentrum von Brasilien schloss sich für den heute 34-jährigen ein Kreis: Seine Mutter ist gebürtige Brasilianerin, der Vater, ein Deutscher, lebte ebenfalls jahrelang in dem Land und "fühlt sich als Brasilianer", schmunzelt Kohlmann. In die Industrie zog es ihn nach absolviertem Wirtschaftsingenieurstudium an der TU München ebenfalls infolge väterlichen Einflusses: Dieser leitete in Wien bei der Wienerberger-Tochter Pipelife die Geschäfte und gab ein gutes Vorbild ab. Seine Karriere begann Frederick Kohlmann beim Beratungshaus PwC. "Eine super Schule", sagt Kohlmann, der bei einigen M&A-Projekten hochrangiger Industrieunternehmen eingebunden war. Doch dann war der Punkt gekommen, wo er mehr wollte als Analysen fahren und Präsentationen schreiben. "Ich wollte auch einmal Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen", sagt er. Neben einem großen steirischen Anlagenbaubetrieb hatte er von Palfinger ein Angebot am Tisch.
Lesen Sie dazu auch: "Wer Finance in Argentinien kann, kann es überall"
Nach wechselnden Positionen im Headquarter in Bergheim - darunter als Corporate Development Manager - leitet er seit dem Vorjahr die Finanzen des Technologieunternehmens in Lateinamerika und seit Anfang dieses Jahres auch in Nordamerika. Nach anfänglicher Stationierung in Brasilien hat er nun in Chicago seinen Lebensmittelpunkt. Dort imponiert ihm die Let´s-do-it-Einstellung der Landsleute. Während in Nordamerika einextrem gutes Wachstum verzeichnet wird, das auch einen Finanzer freut, sind die Herausforderungen in Lateinamerika aufgrund hoher Volatilität ungleich schwieriger. Dort gilt es Wechselkursschwankungen abzusichern, die Inflation im Auge zu behalten und Cashflow sicherzustellen. Wie die Menschen in Argentinien mit den Herausforderungen umgehen, beeindrucke ihn jeden Tag, sagt Kohlmann. Oder, in den Worten eines Finanzers: "Wer Finance in Argentinien kann, kann es überall".
# will seinen Beitrag zum Drei-Milliarden-Euro-Umsatzziel (2027) leisten
# attribuiert Chicago als einer der lebenswertesten Städte
# liebt den Surfsport

Marie Theres Fischer, 34: Die Netzwerkerin
Head of Digital Transformation Office, RHI Magnesita
Seit 2018 managt sie unterschiedlichste Fachbereite im Feuerfestkonzern - zuletzt einen in der IT.
Sechs Indienreisen, zwei nach Brasilien - dass ihr zweites Jahr im neuen Job reiseintensiv werden würde, kam für Marie Theres Fischer keiner Überraschung gleich. Insgeheim hat sie ja darauf gehofft: Das Reisen liegt ihr in den Genen, und das Teildepartment der IT, das sie beim Feuerfesthersteller RHI Magnesita seit 2022 verantwortet, erfordert Kommunikation und Abstimmung - am besten von Angesicht zu Angesicht in der selben Zeitzone. Kernthemen ihrer 12-köpfigen Abteilung sind die finanzielle Performance der gesamten Konzern-IT sowie Umsetzungsprojekte und Digitalisierung. Wie alles begann? 2014 heuerte sie nach ihrem Studium der Business Administration - den Bachelor absolvierte sie in China - im Volkswagen-Konzern an und arbeitete dort unter anderem als Network Consultant in Dubai.
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2018 startete sie im Integration Management Office der RHI. Ihr Job: Ganzheitlich zu integrieren, Prozesse zu harmonisieren. Oder: Die Synergieerhebung einer solchen Megaverschmelzung und unter anderem die Integration von drei indischen Gesellschaften. Eine extreme Lernkurve zeichnete diese Phase aus. Die anhielt. In ihrer nächsten Station begleitete sie eine globale Projektgruppe von der Projektmanagementseite. So wurden in Projekten etwa ein effizienteres Reisekostenabrechnungssystem oder ein neuer Trainee-Ausbildungsplan erarbeitet. Nach ihrer Karenz und Rückkehr zur RHI Magnesita standen mehrere Stellen zur Auswahl. Sie entschied sich wie sie sagt richtig - für die IT.
# supportet ein SAP S/4HANA-Konzernprojekt
# mag, dass im Job kein Tag dem anderen gleicht
# entspannt bei Laufen und Pilates
Hubert Bertsch junior, 32: Der Expansionsfreudige
Geschäftsführer BERTSCHfoodtec
2020 zog er in die Geschäftsführung der Bertschfoodtec ein. Dort treibt er auch das anorganische Wachstum voran.
Gespräche mit Hubert Bertsch junior sind immer auch Kulinarikreisen. So ist die heuer vollzogene Übernahme der italienischen Giacomazzi Food Tech - samt Übernahme eines Produktionsstandorts in Parma - nicht nur aus Expansionssicht eine Ansage, soll sie dem Bludenzer Molkerei- und Käsereianlagenbauer doch zusätzliches Wachstum bringen. Spezialitätenwelten wachsen, weiß der Kenner, hier zusammen: "Unsere Kompetenzen im Bereich Halbhart- und Hartkäse werden um den Bereich Pasta-Filata erweitert", sagt Bertsch junior. Es ist die erste Akquisition dieser Art, die das Vorarlberger Unternehmen getätigt hat. Und es soll nicht die letzte gewesen sein. "Ein, zwei weitere Zukäufe sind für 2025, 2026 vorgesehen", sagt der Unternehmer, der mit seinen beiden Schwestern - die eine arbeitet im Marketing der Holding, die andere studiert Rechtswissenschaften - Vertreter der vierten Familiengeneration ist. Die Übergabe der operativen Leitung 2020 vom Vater zu ihm sei fließend verlaufen, sagt der ausgebildete Maschinenbauer und Betriebswirt mit Spezialisierung auf Change Management. Seine erste große Entscheidung war im Grunde eine Rückholaktion: Die Produktion von Linz-Hörsching wurde nach Vorarlberg rückübersiedelt, heute produziert man in Bludenznähe, in Braz.
Lesen Sie hier noch: Hubert Bertsch junior: "Ein, zwei weitere Zukäufe bis 2026"
"Es macht einen Unterschied, ob man zur Qualifizierung neuer Produkte fünf Minuten oder fünf Stunden fährt", sagt der 32-jährige, der vor seinem Einstieg ins Unternehmen in der Technischen Planung bei Zellstoff Pöls arbeitete. Frühzeitig initiierte er auch ein schnittstellenübergreifendes Organisationsprojekt. "Jeder Prozess wurde analysiert und wenn möglich optimiert", sagt er. 2024 wird auch im Zeichen der ERP-Einführung stehen. Und Bertsch junior will bei Digitalisierung - Stichwort automatisierte Konstruktionsschritte und Steuerungsprogrammierung - und Nachhaltigkeit neue Wege beschreiten. Ob er die Holdinggeschäftsführung, die sein Vater innehat, demnächst anstrebt? Nach drei Jahre operativer Tätigkeit stelle sich die Frage für ihn noch nicht.
# arbeitet mit Bergbauern wie Großkonzernen zusammen
# lebt die Werte Teamwork, Flexibilität, Qualität und Transparenz
# hat einen Rhodesian Ridgeback als treuen Begleiter
Constantin Ehrlich-Adám, 29: Der Vernetzer
Innovationsmanager Evva
Druck, ins Familienunternehmen zu rücken, verspürte er keinen. Gekommen ist es dennoch so.
Sein Weg ins Familienunternehmen war keinesfalls vorgezeichnet, gibt Constantin Ehrlich-Adám, ein studierter Maschinenbauer, zu Protokoll. Seine Eltern bauten keinerlei Druck auf, den Nachwuchs ins Unternehmen in der Wienerbergstraße 59-65 zu lotsen. Wenngleich sie es sich insgeheim wünschen durften. Und Schnuppermöglichkeiten natürlich ausreichend schon in jungen Jahren bestanden. Wie es wäre, einmal bei Evva zu arbeiten, ergründete Constantin Ehrlich-Adám vor drei Jahren über ein Projekt: Es galt ein Geschäftsmodell - eine Online-Lösung für die übersichtliche und transparente Dokumentation der Schlüsselbestände von Hausverwaltungen - auf die Beine zu stellen. Und außerhalb der Evva-Welt weiterzuentwickeln, weshalb das Startup Loqsta gegründet wurde, in dem Ehrlich-Adám Aufbauarbeit leistete. Heute ist das Produkt in die Evva-Welt rückgeführt.
Lesen Sie dazu auch: Constantin Ehrlich-Adám: "Wenn jede zehnte Idee zündet, ist das hervorragend"
Und Constantin Ehrlich-Adám im Familienbetrieb seit Jahresbeginn Teil eines vierköpfigen Innovationsmanagementteams. Die Tatsache, Familienmitglied zu sein, gebe ihm die Möglichkeit, "eine sehr vernetzende Rolle wahrzunehmen", sagt er. Dabei sei auch immer auf den Budgetrahmen und eine schöne Verwertungskurve zu achten, schließlich sei man hier nicht mit unendlichem Budget gesegnet wie vor Jahren noch vielleicht im Big-Tech-Bereich. Von einem passiven Innovationsmanagement wolle er nun in ein aktiveres Innovationsgeschehen führen. Dazu will er Strukturen aufsetzen und die Quantität in die Höhe schrauben. Wenn jede zehnte Idee zündet, ist das ein hervorragender Wert", sagt Ehrlich-Adám.
# studierte in Zürich Maschinenbau
# findet in der Natur und beim Fußball Ausgleich
# verweist bei sozialpartnerschaftlichen Themen höflich an den FMTI

Mikis Waschl, 36: Der Enabler
CDO Umdasch
Von der Selbständigkeit ins Konzerngeschehen: Der 36-jährige geht in seiner neuen Rolle auf.
Wenn er mit Joe-Cocker-Stimme spreche, dann sei das auf die aktuelle Covid-Herbstwelle, die auch ihn - glücklicherweise mild - erwischt hätte, zurückzuführen, erzählt Mikis Waschl. Bremst das Umdasch und den frischgebackenen CDO, der sich als digitaler Enabler und Schnittstelle im Konzern sieht, auf seiner Digitalisierungs-Roadmap? Nein, schmunzelt Waschl, der Konzern habe in Sachen digitaler Arbeitsplatz seine Hausaufgaben gemacht. Und er sprüht vor Tatendrang: Die Digitalstrategie des 8000-Mitarbeiter-Unternehmens fortzuschreiben, neue Technologien wie die beheizte Schalung in Märkten zu verankern, treiben den 36-jährigen, der zuvor selbständiger Unternehmer im Bereich Digitalisierung der Immobilienwirtschaft war und auf der größten Baumesse bauma von der nachhaltigen, immer digitaler werdenden Welt der Umdasch umfangen wurde.
Lesen Sie dazu auch: Mikis Waschl, CDO Umdasch: Der Enabler.
Produktivitätszuwächse sieht er als Chance, angesichts der volatilen Marktlage verzagt er nicht sondern richtet den Blick nach vorne. "Ich sehe unvermeidliches nicht negativ, sondern als Opportunität", sagt Waschl. Dass die Nachhaltigkeitswende junge Menschen begeistere, sei einfach großartig - auch für einen Arbeitgeber in der Transformation.
# will smarte Technologien wie die beheizte Schalung ermöglichen
# hätte nicht darauf gewettet, einmal in der Bauwirtschaft zu arbeiten
# findet Ausgleich in seiner zweiten Heimat Tirol

Lennart Martin Braun, 36: Der Teamplayer
Geschäftsführer Braun Maschinenfabrik
Seine Vision ist die Expansion und Digitalisierung der Maschinenfabrik und seiner Produkte bis 2030.
Den Gedanken an den Einstieg ins Familienbusiness hatte er als Heranwachsender stets im Hinterkopf bewahrt, erzählt Lennart Martin Braun, der seine Lehr- und Wanderjahre dabei nicht zu kurz kommen ließ: Einer wirtschaftlichen Ausbildung in St. Gallen samt Auslandssemester in Kalifornien folgten Tätigkeiten unter anderem bei Rübig in Wels, Saint Gobain in England sowie Luxemburg und im Asset Management einer Schweizer Privatbank in London. 2016 trat er über ein Traineeship in das Vöcklabrucker Unternehmen ein. Mitte 2019 übernahm er dort - just zum Zeitpunkt der Aufspaltung des Betriebs - die Geschäftsführung: Sein jüngerer Bruder Roderich Martin verantwortet seither das abgespaltene Unternehmen Atomkraftwerkerückbau, Lennart Martin leitet die Maschinenfabrik mit dem Fokus auf Stahltrenn- und Stahlschleifmaschinen und Stahlwasserbau mit rund 100 Mitarbeitern. Die Geschäfte der Fabrik, welche 1848 in Vöcklabruck gegründet wurde und in der der Großvater 1965 die erste Trennschleifmaschine entwickelte, laufen gut: 30 Prozent Plus wird man heuer erzielen.
Lesen Sie dazu auch: Lennart Braun, Braun Maschinenfabrik: "Es ging um die faire Aufteilung des Unternehmens"
Die maßgeschneiderte Produkte genießen in der Stahlindustrie - zu den Abnehmern zählen die diversen Unternehmen des Voestalpine-Konzerns, aber auch deren Marktbegleiter - unter anderem wegen seiner hohen Durchsatzleistung in den Walzlinien - einen glänzenden Ruf. Zu den Visionen des Vertreters der siebten Generation zählt unter anderem die einer selbstlernenden, vollständig automatisierten Maschinentechnik. Er verweist auf ein in Umsetzung befindliches Projekt in China, bei der in naher Zukunft schon drei solcher Maschinen mannlos fahren dürften. Als Ziel für 2030 hat Braun die Umwandlung des Unternehmens in einen digitalen Leitbetrieb proklamiert. Eine Softwareentwicklungsabteilung sei im Aufbau, ebenso wie die Einführung von ERP. Und er will den Betrieb zu alter Größe zurückführen, vor einem Jahrhundert hatte man 300 Beschäftigte - ein Wert, der Braun inspiriert.
# ihm lag viel an einer harmonischen und fairen Aufteilung des Unternehmens
# seine Schwester, eine Architektin, wird in Bälde die hauseigenen Wasserkraftwerke leiten
# baut im Fitnesscenter und auf Skiern Stress ab

Sinan Tankaz, 38: Der Zukunftsoptimist
Head of Artificial Intelligence, K-Businesscom
Zukunftspessimismus ist seine Sache nicht. Lieber gestaltet er - und reißt andere mit.
Dass es den gebürtigen Wiener mit türkischen Wurzeln 2017 zu Kapsch gezogen hat, überrascht am allerwenigsten ihn selbst. Tankaz absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften, aber um auszukosten, wie es ist, wenn Technologie die Welt zu einer besseren macht, brauchte es - soviel war klar - einen Gegenentwurf zur juristischen Laufbahn. Den fand er in der Tech-Szene. Sinan Tankaz ist bis heute AI-Verantwortlicher der K-Businesscom - seit Juni Teil der CANCOM-Gruppe. Pathetisch oder nicht: Tankaz empfindet es als Privileg an der Schnittstelle von Forschung und Gesellschaft arbeiten zu können.
Lesen Sie dazu auch: Innovation im Kundenservice.
"Es macht Spaß, der Optimist zu sein, der evidenzbasiert hinreichend gute Gründe dafür findet, dass AI uns gesamtökonomisch voranbringen wird", sagt Tankaz, als Bezirksrat in Meidling für die Sozialdemokratie aktiv. Die Fachbereiche Security und AI seien hochemotional, oftmals würden selbst eingefleischte Praktiker ins Philosophische abdriften. Und natürlich war es der große Name Kapsch, der ihn damals angezogen hat: "Bis heute ist das Unternehmen eine der attraktivsten Adressen, um mit Technologie Dinge zu verändern", sagt Tankaz. Wer noch leiste sich eine AI-Entwicklung in Österreich. Was ihn und sein Team aktuell antreibt: Die AI in der chemischen Industrie - Stichwort bessere Co2-Footprints – sowie auch in der pharmazeutischen Industrie anwendbar zu machen. "Wir füttern die Sprachmodelle mit Rezepturinformationen", sagt Tankaz. Statt ChatGPT für ein Gedichtsammlung heranzuziehen hoffe man bei KBC so auf eine individualisierte Medikamenten-Entwicklung in Zukunft.
# studierte Jus, landete bei Kapsch
# will mit Technologie Positives schaffen
# entspannt am besten im Kreis der Familie

Jakob Zeilinger, 35: Der Systemdenker
Bereichsleiter Managementsysteme, Amag
Seit 2015 ist er bei der Ranshofener Amag. Und verantwortet dort ein Großressort.
Ein fest strukturierter Ablauf gehört nicht zum Arbeitsalltag von Jakob Zeilinger. So erfreulich vielfältig ist sein Themen- und Aufgabenspektrum bei der Amag. In seine Verantwortung fallen - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - die Arbeits- und Maschinensicherheit, das Energie- und Umweltmanagement, aber auch KVP und Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement. Zeilinger fasziniert diese Kombination aus Technik und Wirtschaft. Schon in seinem Studium hat er auf die Realisierung dieses Berufswunschs hingearbeitet: Auf einen Bachelorabschluss in Produktion und Management setzte er in Kapfenberg den Master International Industrial Management drauf. Nach seinem Berufseinstieg als Qualitäts- und Prozessmanager beim Sondermaschinenbauer Fill wechselte er 2015 zur Amag Austria Metall AG. Und sitzt dort heute nicht nur an der Schnittstelle verschiedenster Disziplinen, er kann sich auch strategisch einbringen, unter anderem in der Dekarbonisierung.
Lesen Sie dazu auch: Die Top 1000 Manager in Niederösterreich.
Das - und die Tatsache, dass Amag als Luftfahrt- und Automobilzulieferer "höchsten Standards genügen muss", machen den Job für den heute 35-jährigen ziemlich einmalig. Auszug aus seinem Schaffen: Gemeinsam mit dem Team eine Berechnungslogik für den CO2-Footprint eines Produkts zu erarbeiten, diese in einer Studie festzuhalten und durch einen externen Prüfer bestätigen zu lassen. Oder allgemeiner: "Das Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement weiter auszubauen", sagt Zeilinger.
# operiert an der Schnittstelle, wo Technik auf Management trifft
# schaltet bei Sport oder einem guten Essen von der Arbeit ab
# ist kürzlich Vater geworden

Irina Susan, 30: Die Teamplayerin
Head of Digital, Mondi Corrugated Packaging
Seit einem Jahrzent in Österreich, leitet sie seit heuer im Wellpappebereich des Konzerns die Digitalisierung.
Etwas verändern zu können, zu sehen, wie digitale Projekte, aus einer Idee im Besprechungsraum entstanden, in der Produktion umgesetzt werden, macht sie glücklich. Seit 2021 ist die gebürtige Rumänin, die zunächst als Beraterin zum Thema digitale Transformation der Automobilindustrie für accilium in Wien gearbeitet hat, beim Verpackungsriesen Mondi. Erst arbeitete sie als Project Manager Digital für Corrugated Packaging, heute leitet Susan - im Besitz zweier Masterabschlüsse im Bereich Innovationsmanagement - dort den Digitalbereich. Die Arbeit in einem vielfältigen, internationalen Umfeld hat es ihr angetan.
Lesen Sie dazu auch: Mondi-Manager Ott: "Der Run auf rezykliertes PET treibt die Preise"
"Ich habe mich schon immer für Innovationen und neue Technologien interessiert und wollte in einem Unternehmen arbeiten, das diese Konzepte begrüßt, sie aktiv angeht und umsetzt", sagt Susan. Jeden Tag mit neuen Themen und Entwicklungen zu tun zu haben lasse keine Langeweile aufkommen. Im Team analysiere man etwa Daten aus der Produktion, um Muster und Korrelationen zu erkennen, die sich auf die Produktqualität, Geschwindigkeit usw. auswirken können. "KI-basierte Algorithmen für maschinelles Lernen helfen uns, die Qualitätskontrollprozesse zu verbessern, und ermöglichen es unseren Kollegen in der Fertigung, schnellere und fundiertere präventive Entscheidungen zu treffen", sagt Susan. Ein Umsetzungsbeispiel für die wirksame Integration digitaler Technologien seien etwa VR Sicherheits-Trainings in den Produktionsstandorten.
# hat zwei Masterabschlüsse im Bereich Innovationsmanagement
# setzt auf Teamleistungen
# engagiert sich für Nachhaltigkeit

Nico Hohengassner, 22: Der Geerdete
Leiter Produktion und Technik Temperiergeräte und Durchflussregler, Wittmann Technology
In Rekordzeit stieg er bei Wittmann Technology zum Produktionsverantwortlichen auf - geerdet blieb er dennoch.
Nico Hohengassner ist Frühaufsteher aus Überzeugung: Wer früher auf den Beinen ist, hat mehr vom Tag - und kann nach vollbrachtem Tagwerk noch das Motorrad durchs Wiener Umland bewegen, um ein praktisches Beispiel aus dem Leben des 22-jährigen zu nennen. Besser noch als auf dem Sitz seines Zweirads gefällt es dem gebürtigen Lilienfelder am Shopfloor in der Percostraße 20 im 22. Wiener Gemeindebezirk. Dort montiert Wittmann Technology Temperiergeräte und Durchflussregler. Die Leitung über den Produktions- und Technikbereich hat Hohengassner seit November inne und auch dort sind Frühausteher wie er im Vorteil: Montagmorgens punkt sieben Uhr starten die Meetings.
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Diesem Jour-fixe schon in jungen Jahren mit reichlich Führungsverantwortung ausgestattet beizuwohnen, verdankt er seiner intrinsischen Motivation als auch einem Arbeitsumfeld, in dem er seit der ersten Minute Entfaltungsmöglichkeiten vorfindet: Seit seinem Start bei Wittmann als Konstrukteur im März 2021, dem bald die Montageleitung folgte, findet der HTL-Absolvent "in einem großartigen Team stets volle Unterstützung", sagt er. Viele Unternehmen hätten in der Coronapandemie Ausbildungsplätze abgebaut, bei Wittmann sei das anders gewesen. Heute ist er auch für die Arbeitsplanung zuständig, er wird sich angesichts des 2024 anstehenden ISO-9001-Audits weiter in die Materie "reinfuchsen" und die Prinzipien der Lean-Philosophie noch stärker an die Arbeitsplätze tragen. Gefertigt wird in Wien-22 übrigens nicht mehr in einer Linienmontage. "Heute versteht es jeder Monteur, ein beliebiges Produkt des Portfolios von Anfang bis Ende zu fertigen", sagt Hohengassner. Er selbst bildet da - glücklicherweise - keine Ausnahme.
# hat Kundenprojekte immer schon als Glück empfunden
# ist viermal die Woche im Fitnesscenter
# kriegt am Motorrad den Kopf frei
