Führungskräfte Pierer, Blum, Kostwein & Co : 20 junge Manager, die Österreichs Industrie verändern

Eine von 20 jungen Führungspersönlichkeiten, die Österreich Industrie verändern: Alex Pierer, Geschäftsführer Pierer Innovation
- © Angelo KreuzbergerAktive Mitgliedschaft erforderlich
Das WEKA PRIME Digital-Jahresabo gewährt Ihnen exklusive Vorteile. Jetzt WEKA PRIME Mitglied werden!

Eine von 20 jungen Führungspersönlichkeiten, die Österreich Industrie verändern: Alex Pierer, Geschäftsführer Pierer Innovation
- © Angelo Kreuzberger
Sie haben bereits eine PRIME Mitgliedschaft?
Bitte melden Sie sich hier an.
Die vergangenen Wochen waren für Alex Pierer, Stefan Kostwein und Martin Blum dann doch eine ungewöhnlich intensive Erfahrungsebene. Die Pandemie, der Krieg, davongaloppierende Kosten und trotzdem sattes Mehrgeschäft in Innovationsfeldern - mit diesen Kontextverschiebungen hat fast kaum einer gerechnet.
Doch die jungen Akteure der Industrie, die nun in die Führungsboards nachrücken, schlagen sich wacker: Als technikaffine Protagonisten der Jahrgänge '80 und '90 sind sie mit der Digitalisierung groß geworden, lösen Probleme kreativ und verfügen über Viten, die gespickt sind von Lebenserfahrung.
Lesen Sie auch: Die 1000 Top Manager in Österreich
Dies umso mehr, als sie die Tugenden ihrer Vorväter beherzigen: Leistung statt Likes und Enthusiasmus statt Ergebniskosmetik sind die Pfeiler einer erstaunlich geradlinigen down-to-earth-Mentalität, der die Ypsiloner noch die Zutaten Erfolgshunger und - stärker als frühere Generationen - individuelle Entfaltung beimengen. Wer sind die jungen Rising Stars? Was inspiriert sie? Und wie läuten sie in den Unternehmen die Zeitenwende ein?
Alex Pierer, 41, Geschäftsführer Pierer Innovation und Vorstand Pierer Industrie AG: Der Neudenker
Sein Vater gibt der Unternehmensgruppe Geschwindigkeit. Ein optimales Umfeld für Alex Pierer, darin die digitale Innovation voranzutreiben.
# ist seit Mai Pankl-Aufsichtsratsmitglied
# akzeleriert seit fünf Jahren mit der Pierer Innovation die Digitalisierung des Konzerns
# mag superrealistische Kunst
Still zu sitzen, sagt er selbst, ist nicht seine große Stärke: Wer Alex Pierer in einer Vormittagspause eines Innovationsworkshops mit Gründern zum Interview trifft, lernt, dass er den Stillstand lieber auf Sparflamme hält. Mit Walter Sieberer und Viktor Sigl, dem Finanzchef der Pierer Mobility, managt er die Pierer Innovation, durch die die Kernachse der digitalen Transformation des Motorrad- und Sportwagenherstellers verläuft. Eine Truppe aus Top-Technologen betreibt hier Consulting zu digitalen Services rund ums Kerngeschäft.
Für Pierer, der sich selbst Jahr für Jahr die Durchdringung eines neuen Technologiefeldes verordnet wie zuletzt die Hochsprachenprogrammierung und deren Nutzbarmachung in der KTM-Produktentwicklung, ein geradezu optimales Umfeld. Eines, das sein Vater errmöglicht hat: "Das ganze Unternehmen denkt und arbeitet in seinem Rhythmus", sagt Alex Pierer. Der Gravitation des väterlichen Betriebs konnte sich der Filius, der sich mit Anfang 20 erste berufliche Sporen als Trainee am KTM-Standort Ohio in Amherst verdiente, nicht lange entziehen.
Zu gut verstehen es die Oberösterreicher, die eigene Produktwelt mit Emotionen aufzuladen - jüngst etwa über den 25,1-Prozent-Einstieg bei der traditionsreichen lombardischen Edelmarke MV Agusta, die Aficionados wie auch Alex Pierer mit der Zunge schnalzen lässt: Giacomo Agostini fuhr auf dem Gestühl in den 60ern und 70ern Titel in Serie ein.
Tempo
Zugleich hat Vater Stefan, der der Gruppe Geschwindigkeit gibt, eine Organisation geschaffen, in der die Entscheidungswege kurz sind und auch die Ypsiloner wie Sohn Alex und Millenials Entfaltung finden. "In gewisser Weise lebt mein Vater den Slogan der Startup-Industrie", sagt Pierer. Der fail-fast-Gedanke sei im Unternehmen "intrinsisch motiviert". Ein wachsendes Arbeitspensum, das sich nicht zuletzt auch daraus ergibt, im Unternehmen mehr Aufgaben übernommen zu haben - darunter ein Aufsichtsratsmandat bei Pankl Racing Systems - quittiert er schulterzuckend und mit einem Verweis auf den Arbeitsethos seines Vaters: "Ist am Wochenende beruflich zu tun, dann ist eben etwas zu tun".

Entdecken Sie jetzt
- Lesen
- Videos
-
Podcasts
- XPeng und GAC: Produzieren die Chinesen bald bei Magna Steyr in Graz? | INDUSTRIEMAGAZIN 26.03.2025
- Milliardenverlust: VW-Softwaretochter Cariad entlässt 30 Prozent der Belegschaft | INDUSTRIEMAGAZIN 19.03.2025
- Panzer statt Volkswagen: Wie die Industrie in Europa auf Rüstung umstellt | INDUSTRIEMAGAZIN 12.03.2025
Stefan Kostwein, 34, Geschäftsführer Kostwein: Der Agile
Im heurigen Frühjahr zog ein Vertreter der vierten Generation in die Geschäftsführung des Klagenfurter Maschinenbauunternehmens ein.
# freut sich auf das coronabedingte Nachfeiern des 100-Jahre-Firmen-Jubiläums
# verbringt Urlaube gerne auf seiner Reise-Enduro
# hat die Leidenschaft für Campingurlaube von seinen Eltern geerbt
Beim Maschinenbauer aus Klagenfurt macht die vierte Generation ihren Weg. Seinem Cousin Michael (HR), Philipp (Softwareentwicklung), sowie seiner Schwester Barbara (Projektmanagement) wurde Prokura erteilt. Und er, Stefan Kostwein, der die Bereiche Produktion und Innovation leitet, ist seit dem Frühjahr Mitglied der Geschäftsführung bei Kostwein.
Tipp der Redaktion: Hören Sie Hans Kostwein im Podcast
Im Unternehmen, das Hans Kostwein, seine Cousine Ulrike Schrott-Kostwein, sein Bruder Heinz Kostwein und Peter Schlagbauer langjährig leiten, ist Stefan Kostwein Prozessverantwortlicher für die Werke in Klagenfurt, Völkermarkt, Kroatien und seit heuer auch am neuen Standort in Greenville, South Carolina für die Produktion.
Technik begeistert den ausgebildeten Maschinenbauer und Betriebswirt, der von Weggefährten schon mal hört, "seinem Vater sehr zu ähneln" (O-Ton Kostwein"), nicht erst, seit er vor 20 Jahren erstmals eine Produktionsmaschine im schnell wachsenden Familienbetrieb bediente. Nach Lehr- und Wanderjahren unter anderem beim Schwertberger Spritzgießmaschinenbauer Engel trat er 2017 ins Unternehmen Kostwein ein, das voriges Jahr sein 100. Bestandsjubiläum hatte und in dem flache Hierarchien gelebt werden.

Christina Wilfinger, 39, Geschäftsführerin SAP Österreich: Die Tempomacherin
Die Steirerin ließ ihre musikalische Ader zugunsten einer makellosen Technikerinnenlaufbahn in den Hintergrund treten.
# wollte als Kind Konzertpianistin oder Astronautin werden
# hat die Liebe zur Musik in die Wiege gelegt bekommen
# lebt die 80:20 Regel - 80 % Planung, 20 % Improvisation
Sie spielt für ihr Leben gern Klavier und Saxophon, und um ein Haar hätte sie die Musikerinnenlaufbahn eingeschlagen. Dass es anders kam und mit Christina Wilfinger seit 2021 erstmals eine Frau an der Spitze bei SAP Österreich steht, entschied ihr damals 14-jähriges Ich: Aus dem Gymnasium wechselte die gebürtige Pöllauerin an die HTL in Pinkafeld - und reicherte ihr erworbenes Wissen in EDV an der TU Wen im Studienzweig Wirtschaftsingenieurwissen an.
Nach vierjähriger Tätigkeit bei Microsoft Österreich - dort für den Lösungsvertrieb im Enterprise-Bereich verantwortlich - wechselte sie zuletzt ins Führungsboard von SAP. Damit ist sie eine Wiederkehrerin: Schon zuvor arbeitete sie bei SAP, unter anderem als Director Solution Sales. Was ihr am Unternehmen besonders gefällt: Seit der Gründung 1972 stünde SAP für Innovation, Partnerschaft und Zielstrebigkeit. "Diese Werte haben die SAP zu dem gemacht, was sie heute ist".

Sebastian Wolf, 39, CEO Rosenbauer: Der Leistungssportler
Der neue CEO will den Feuerwehrausrüster durch diese "sehr intensive" Zeit führen und den Turnaround hinlegen.
# baute die Rosenbauer-Standorte Saudi Arabien und England auf
# ist dreifacher Vater (4, 8 Jahre sowie 5 Monate)
# hat Rennradsport und Fotografieren als Steckenpferde
"In der Routine" komme er hier hoffentlich nie an, lacht Sebastian Wolf, der bei aller Liebe zur Abwechslung schon auch einer gewissen Gleichförmigkeit im Tagesgeschäft etwas abgewinnen könnte: Etwa in den Lieferketten. Die Verfügbarkeit von Fahrgestellen bremst den Feuerwehrausrüster ein, kürzere Abrufzeiten wären ein Segen. Seit 2008 ist er der langjährige CFO und frühere Vorstandskollege von Dieter Siegel beim Feuerwehrausrüster Rosenbauer tätig, seit August ist er CEO. 31 Millionen Euro Ergebnisverbesserungen soll die Reorganisation durch das Programm "Refocus, Restart" bei den Leondingern bringen.
Tipp der Redaktion: Markus Richter neuer Rosenbauer-CFO
Hebel sind Wertanalysen, gesteigerte Produktionseffizienz sowie Materialreduktion und Preiserhöhungen. "Wir wollen - auch dank voller Bücher - nächstes Jahr besser dastehen", sagt Wolf, der bis vor kurzem noch interimistisch Finanzchef war . Und früh - schon in der Handelsakademie - seine Liebe zu Zahlen, dem Controlling für sich entdeckt hat. Wie der Sohn einer Inhaberin einer Töpferwerkstätte und eines Pädagogen, dem auch im Leistungssport, dem Tennis, eine Karriere winkte - zu Rosenbauer fand? Über ein zweimonatiges Praktikum in China am Standort Dongguan.

Angelo Holzknecht, 37, CSO Hirschmann Automotive: Der Selbstfahrer
Der Wahlvorarlberger stieg beim Rankweiler Zulieferunternehmen zuletzt in die Geschäftsführung auf - und kann sich über Skaleneffekte durch die E-Mobilität freuen.
# verlagerte 2015 für die Werkserrichtung in San Miguel de Allende, Mexiko, den Lebensmittelpunkt
# spielt mit dem Gedanken, wieder mit dem Kartsport anzufangen
# liebt die Berge
"Von Tag Eins", also von Start weg, habe es ihm bei Hirschmann Automotive gefallen: Seit 2011 arbeitet Angelo Holzknecht, ein gebürtiger Tiroler, im Öztal groß geworden, mittlerweile beim Rankweiler Automobilzulieferer. Der Weg in die Automotivewelt schien für den Spross einer kleinunternehmerischen Arbeiterfamilie - die Mutter Pächterin eines Bergrestaurants, der Vater Automechaniker - vorgezeichnet: Als Jugendlicher fuhr er Kart und in der Formel BMW, während des Wirtschaftsstudiums führte ihn ein Praktikum zu Porsche nach Stuttgart.
Dank des "ausgeprägten Wir-Gefühls" bei Hirschmann Automotive war er rasch Teil des Teams: "Man wird als Junger mit seinen Ideen nicht beseite geschoben, sondern gehört", sagt Holzknecht. Trotz seines globalen Wachstums sei der auf Steckverbindungen, Kontaktierungs- und Sensorsystemen sowie Spezialkabellösungen spezialisierte Premiumlieferant in seiner DNA beinah ein Familienunernehmen geblieben. Eines, das jenen, die die Ärmel hochkrempeln, Aufstiegschancen bietet: Seit dem Sommer treibt Holzknecht als CSO nicht nur die Entwicklung nachhaltiger, mobiler Lösungen in der Automotivesparte voran. Es werden unter anderem neue Geschäftsfelder wie E-JOYN, in dem 100 Mitarbeitende Lösungen für die Mikromobilität entwickeln, verfolgt.

Teodora Radovanovic, 28, Geschäftsführerin SAG Innovation: Die Innovationsstarke
28 Jahre jung, ist Teodora Radovanovic die jüngste Managerin bei der Salzburger Aluminium Gruppe SAG.
# seit 2016 bei SAG
# startete ihre Karriere im Riskmanagement
# will als Mentorin und Triebfeder agieren
Sie bringt mit 28 jede Menge Erfahrung mit: Teodora Radovanovic, die jüngste Managerin bei der Salzburger Aluminium Gruppe SAG. Seit Ende des Vorjahres leitet die Salzburgerin - jüngste Managerin der Salzburger Aluminium Gruppe - als Geschäftsführerin vom Headquarter in Lend aus für alle zwölf SAG-Standorte in Europa, Mexiko, Kanada und den USA die Bereiche Finance & Controlling, HR, IT und Digitalisierung.
Zuletzt verantwortete die ausgebildete Betriebswirtin konzernweit das Rechnungswesen und Controlling. Die gebürtige Schwarzacherin studierte Betriebswirtschaftslehre , ist seit 2016 im Team der SAG und war zuletzt als Head of Finance konzernweit für Rechnungswesen und Controlling verantwortlich. SAG-CEO Karin Exner-Wöhrer streut ihr Rosen: "Mit ihr haben wir eine Verstärkung im Board, die durch ihr Engagement und ihre Hands-on-Mentalität bisher schon herausragende Arbeit geleistet hat".

Ewald-Marco Münzer, 39, CEO / CRO Münzer Bioindustrie: Der Nachhaltige
Innovationsgeist und Erdung zählen für den Vertreter der zweiten Generation zu den wichtigsten Tugenden im Unternehmerjob.
# ist Unterzeichner des offenen Briefs an die Bundesregierung gegen das Verbrennerverbot
# liebt wie seinerzeit sein Vater das Spiel am Kontrabass und an der steirischen Harmonika
# ist Unternehmer aus Leidenschaft, der kreativ, risikobereit und verantwortungsvoll den Markt anführt
Das Geschäftsmodell, großflächig Altspeisefette einzusammeln, führte Ewald-Marco Münzer aus dem steirischen Sinabelkirchen schon nach Indien, Bangladesch und Kenia. Werden abfallbasierte Biokraftstoffe in Österreich unter anderem Dieselkraftstoff beigemengt, geht es in Schwellenländern vorrangig darum, "die Schadstoffe aus dem Lebensmittelkreis zu holen", erzählt er. Mit seinem Bruder Michael und zwei Co-Chefs führt der 39-jährige in zweiter Generation das Unternehmen Münzer Bioindustrie. Eine Mittelstandperle, die der Vater nach dessen Musikerkarriere - er spielte Bass und Kontrabass, sammelte Gold- und Platinschallplatten im Genre der volkstümlichen Musik und produzierte den Musikantenstadl mit - rasant, aber nachhaltig wachsen ließ.
"Eine Kapitalmarktstory an der Börse hinzulegen ist nicht vereinbar mit unserem Verständnis eines eigentümergeführten Familienunternehmens", sagt Münzer. Als der hemdsärmelige Gründer, KommR Ewald Münzer sen., 2010 gesundheitlich kürzertreten musste und die Führung an die zweite Generation ging, war Ewald-Marco Münzer im Unternehmen schon fast ein alter Hase. 2004 eingetreten, gestaltete er die heutige Firmenstruktur mit: Einzelne Cashflow-Einheiten wurden in eine Rechtsform gegossen, prozessseitig, bei den Produktionsanlagen, blieb man auch nicht stehen. Abschalten kann der dreifache Vater (2, 7, 10 Jahre) wie sein 2019 verstorbener Vater immer noch am besten im Kreis der Familie - und dem Musizieren.

Martin Klässner, 39, geschäftsführender Gesellschafter make visions capital: Der Investor
Dem Wahlsalzburger gelang mit dem Verkauf seiner Softwarefirma ein Coup. Jetzt entwickelt er heimische Startups als Investor.
# hält die Flexibilität über ein Dreierteam hoch
# lebt seit vielen Jahren die Trias Arbeit, Familie, Feuerwehr
# folgt Leads lieber übers eigene Netzwerk als gehypte Startup-Events
Es war ein Deal der Extraklasse: Um eine Viertelmilliarde Euro ging das Radstädter E-Mobilitätssoftwareunternehmen has.to.be 2021 an den amerikanischen Ladesäulenbetreiber Charge Point. Gründer, 17-Prozent-Anteilseigner und Geschäftsführer war damals Martin Klässner, der sich heuer zur Gänze operativ aus dem Unternehmen zurückzog. In der Theorie hätte der gebürtige Münchner und Wahlsalzburger, Sohn einer Arzthelferin und eines Beamten, der sich neben dem Schultalltag selbst die Softwareprogammierung beibrachte, nun also allerbeste Voraussetzungen, es nach dem Exit ruhiger angehen zu lassen. Doch Klässner lernte in den vergangenen 18 Monaten "so viele tolle Leute kennen, deren Weg Unterstützung verdient", dass daraus nichts wird.
So hält er über seine Investmentgesellschaft Anteile an einer Linzer Softwareschmiede für fälschungssichere Automatisierung interner Kontrollsysteme (hae.sh), einem Ennser Hersteller einer Augmented Reality Service Plattform (ARiiVA) sowie einem Wiener Softwarebauer mit Fokus auf Rotationspläne für Klinikverbünde. Spannend: Der Perspektivenwechsel, sich nun "über die Außeannsicht einzubringen".

Aakriti Chandihok-Thareja, 35, Direktorin ÖBAG: Die Verhandlungsstarke
Ein Headhunter heftete sich an die Spuren der versierten Managerin mit indischen Wuzeln - und holte sie zur ÖBAG.
# hält Aufsichtsratsmandate bei der Casinos Austria AG sowie den Österreichischen Lotterien
# ist beeindruckt von den autobiografischen Zügen in Tara Westovers Werk "Educated: A Memoir"
# hat ein Faible für Kunst und Kultur
Die ÖBAG ist für Aakriti Chandihok-Thareja ein perfect fit, findet sie dort doch ausgerechnet jene Schnittstelle ihrer beruflichen Interessen, die sie "in ihrem Werdegang bisher bewusst oder unbewusst in ihrem CV herausgearbeitet hat": Den öffentlichen Sektor einerseits sowie das private Wirtschaftsrecht anderseits. Nach ihrer internationalen Karriere und Ausbildung zur Rechtsanwältin in Wien und New York sowie als Strategieberaterin bei Roland Berger mit unter anderem Beratungsmandaten in den Ministerien von Myanmar und Thailand wird ein Headhunter auf die gebürtige Österreicherin mit indischen Wurzeln aufmerksam: 2019 beginnt Aakriti Chandihok-Thareja, deren Eltern ihr stets mitgegeben haben, niemals den Glauben an sich selbst zu verlieren und immer hart zu arbeiten, als Leiterin der Rechts- und Compliance-Abteilung der Österreichischen Beteiligungs AG.
Tipp der Redaktion: Die Topmanagerinnen in Österreich
Seit dem Vorjahr ist sie dort Direktorin und nimmt in diese Funktion zusätzliche Managementaufgaben wahr. Und freut sich, Herausforderungen wie jene der vergangenen Jahre und Monate "in Teamleistung" und oftmals unter herausfordernden Rahmenbedingungen bewältigt zu haben. Ihre Highlights: Die Verhandlung dreier Syndikate für die Republik, namentlich die Standortvereinbarung mit der AUA, das Syndikat mit der Allwyn Group zur Casinos Austria bis zur Verlängerung des Syndikatvertrags mit Mubadala, dem Staatsfonds aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zur OMV.

Nicolas Kirchmayr, 27, geschäftsführender Gesellschafter hae.sh: Der Logische
Der älteste Spross des früheren TGW-Chefs hat mit mathematischer Präzision seine Traumkarriere gefunden.
# findet bei Schnellschachpartien und dem Spiel am Jazz-Klavier seine Mitte
# fand "The Selfish Gene" des Evolutionsbiologen Richard Dawkins inspirierend
# Vater Georg konnte ihm erfolgreich ein BWL-Studium ausreden
In schöner Regelmäßigkeit, nach Möglichkeit einmal die Woche, wird die sechsköpfige Belegschaft bekocht. Dieses Führungsprinzip, erzählt Nicolas Kirchmayr lachend, hält man bei der Linzer Softwareschmiede hae.sh weiterhin hoch. Auch ein wenig der Tradition gehorchend, werden beim gemeinsamen Abendessen doch oftmals die besten Ideen geboren. Wie damals, als das dreiköpfige Gründerteam Sebastian Holler, Stefan Lew und Kirchmayr einmal im lockeren Plauderton über die Frage sinnierten, wieweit Prozesse der Wirtschaftsprüfung eigentlich automatisierbar sind. Heute wissen die drei Weggefährten: Mit Blockchain-Technologien ist erstaunliches möglich.
Seit dem Sommer ist eine erste Version der Software der Linzer, die Datenpunkte kritischer Prozesse, etwa in ERP-Systemen, digital absegnet und Kontroll- und Freigabeprozesse im betrieblichen Umfeld - etwa der Rechnungslegung - absichert, auf dem Markt. Für Kirchmayr, einem Mathematiker, liegt der Charme der Lösung gerade darin: "Wir verwenden die Sprache der Naturwissenschaften". An der Gültigkeit des Satzes von Pythagoras - und eben auch der mathematischen Beweisführung, die dem eigenen Produkt zugrundeliegt, sei nicht zu rütteln. Leistungsbereitschaft wurde dem ältesten von vier Söhnen einer Privatschuldirektorin und des früheren langjährigen TGW- und derzeitigen Agilox-Chefs Georg Kirchmayr im Elternhaus vorgelebt. Diese findet sich auch bei hae.sh. "In diesem kleinen Team an Highperformern zu arbeiten", sei "wahnsinnig erfüllend".

Florian Haslhofer, 29, Geschäftsführer Autonoma Technologies: Der Plattformer
Mit einer digitalen Kundenplattform will er der Demokratisierung des Digitalisierungsgeschäfts zum Durchbruch verhelfen.
# forscht mit dem Austrian Blockchain Center an der Nichtmanipulierbarkeit von Maschinendaten
# Teilnehmer des Audi Autonomous Driving Cups 2018
# ist Trompeter im Uniorchester Linz
Die Vision, technische komplexe Vorgänge Nutzern auf einfache Art und Weise zugänglich zu machen, fand Florian Haslhofer schon in Studienzeiten faszinierend. Ursprünglich aus der niederösterreichischen Gemeinde St. Pantaleon stammend, zog es Haslhofer durch das Elektronik- und Informationstechnikstudium an der JKU nach Linz. Beide Orte verbindet eine hohe Dichte an Industrieunternehmen und so lag es nahe, die Vision auf die Industrie zu übertragen. Bereits neben dem Studium programmierte er mit Kompagnon Florian Bauernfeind zunächst "in Hobbyprojekten" an benutzerfreundlicheren IoT-Plattformen.
Doch erst mit David Gumpinger, ebenfalls Absolvent des oberösterreichischen Fördervereins Digital Talents und als Co-Gründer der "business guy" im Gründerteam, wurde aus dem Produkt der beiden Vollbluttechniker ein Business Case: Autonoma liefert eine digitale Kundenplattform, die datenbasierten Geschäftsmodellen und Abrechnungsformen von Leistungen, speziell im Maschinenbau, durch "nicht manipulierbare Daten" zum Durchbruch verhelfen soll. Im Fokus: Vor allem kleinere Corporates ohne eigener Digitalisierungsabteilung.

Philipp Lehner, 37, CEO Alpla: Der Internationale
In dritter Generation hält der Alpla-CEO den Kunststoffverpackungshersteller auf Wachstumskurs.
# studiert Wirtschaftswissenschaften in Nanjing, Boston und London
# jobbte in der Finanz- und Beratungsbranche bei unter anderem McKinsey in Hamburg
# hat seinen eigenen TikTok-Kanal
Die Eröffnung eines neuen Recyclingwerks in Thailand im vergangenen September, Startschuss des Ausbildungsprogramms in der neuen Südafrika-Zentrale im kommenden Jahr 2023: Alpla-CEO Philipp Lehner hält - wie davor sein Vater Günther, der "auf unnachahmliche Weise in der Tiefe des Kerngeschäfts unterwegs war", die Frequenz bei der Intenationalisierung des Recyclinggeschäfts hoch. " In meiner Jugend war die Unternehmung ein ständiger Begleiter", sagt Lehner. Da sei es von Montag bis Freitag am Küchentisch um nichts anderes gegangen.
Und: "Mir wurden Ausbildungswege ermöglicht, die habe ich dankend angenommen." Führungsverantwortung könne bei Alpla jeder übernehmen. Dafür brauche es keine spezifische organisationale hierarchische Linie. "Das war zu meines Großvaters Zeiten so und ist auch heute noch so".

Martin Blum, 39, Geschäftsführer Blum: Der Besonnene
Mit seinem Cousin führt er den Beschlägehersteller durch ein Transformationsjahr.
# vertritt die dritte Generation
# führt mit seinem Cousin den größten Arbeitgeber Vorarlbergs
# strebt Co2-Neutralität bis 2025 an
Zweitgrößter Patentanmelder in Österreich im Jahr 2021, digitale Info-Events für Lehrlinge des unternehmenseigenenen Ausbildungszentrums: In der Kategorie Metallware des Reputationsrankings des IMWF belegt der Beschlägehersteller heuer Rang Drei. An der Spitze des Unternehmens stehen seit dem Rückzug von Gerhard E. Blum, der mit dessen älteren Bruder Herbert lange Jahre das Höchster Unternehmen leitete, Sohn Philipp und Neffe Martin.
Ihnen brachte der Homing-Trend zusätzlichen Wind in die Segel. Die Preisentwicklung bei Rohstoffen und Engpässe bei Frachtcontainern wird die Führungsarbeit aber nicht einfacher.

Walter Scherb, 32, CEO Spitz: Der Führungsstarke
Walter Scherb führt das Traditionsunternehmen Spitz in dritter Generation.
# ruderte während seiner Studienzeit in London im Achter
# führte eine transparente Feedback-Kultur im Unternehmen ein
# Mitbegründer der Food- and Beverage-Investmentfirma Square One Food
In vielen Unternehmen ist der Generationenwechsel alles andere als ein unproblematisches Thema. "Bei uns lief das harmonisch ab. Ich arbeite schon seit vier Jahren im Unternehmen und konnte so herausfinden, ob es passt", sagte Walter Scherb zum Amtsantritt. Nachsatz: Es gab also keine großen Überraschungen". Scherb studierte an der London School of Economics und absolvierte den Master in Finance and Private Equity.
Er arbeitete beim Beratungsunternehmen McKinsey. 2019 hat er die Führung des heute über 160 Jahre alten Familienbetriebs übernommen. Damal ganz oben auf der Agenda des jungen Chefs: Eine neue Führungskultur, die Implementierung eines der größten Investitionsprogramme der letzten Jahrzehnte – und eine umfassende Automatisierung der Abläufe, die ohne Stellenabbau auskommt.
Projekte der Superlative begleiten ihn seither: 2020 nahm Spitz im Werk in Attnang-Puchheim eine 4.200 Quadratmeter große Dosenabfüllanlage für unter anderem Energy Drinks, Sportgetränke und Limonaden in Betrieb. Damit konnten bis zu 600 Millionen Dosen im Jahr befüllt werden.

Michael Baminger, 40, CEO Salzburg AG: Der Trasformator
Als neuer Chef der Salzburg AG will der gebürtige Welser die Transformation zum digitalen Technologiekonzern vorantreiben.
# kommt von der Energie AG Oberösterreich
# gilt als gut vernetzt
# studierte postgradual Wirstchaftsrecht in St. Gallen
Er gilt als gut vernetzt, genießt das Vertrauen des Aufsichtsrats und wurde einstimmig – auch mit den Stimmen der Personalvertreter – zum Nachfolger von Leonhard Schitter gewählt: Am 1. Jänner tritt der gebürtige Oberösterreicher seinen Job bei der Salzburg AG an. Der Neue sieht das Unternehmen "in einer sehr präzisen, sehr klugen Ausgangsposition": Nämlich als GreenTech-Company "im Spannungsbogen Digitalisierung sowie erneuerbare Dekarbonisierung".
Dort liege laut Baminger die Zukunft, auf die der Blick trotz aktuell großer Herausforderungen nicht verstellt sein dürfe. Die Bewältigung der Energiekrise sei „eine Arbeit ist, die jeden Tag stattfinden werde. Es gelte Fahren auf Sicht. Was er mitbringe: "Erfahrung in der Energiewirtschaft, in Vertrieb und Marketing". Stärken, auf die sich der Betriebs- und Sozialwirt verlassen werde.

Dominik Santner, 35, COO Anton Paar: Der Umsichtige
Mit seinem älteren Bruder Jakob zog er 2019 in die Geschäftsleitung des väterlichen Unternehmens ein.
# scharte sich mit 19 weiteren Enkelkindern um Großvater Ulrich
# wusste schon vor der Matura, einmal im elterlichen Betrieb arbeiten zu wollen
# will so lange arbeiten, solange er einen vernünftigen Beitrag leisten kann
Sein Amt als CEO bequem vom Rücksitz aus zu lenken, jetzt, nachdem die beiden Söhne Jakob und Dominik in die Geschäftsleitung nachzogen, ist für Friedrich Santner keine Option. Noch laufen in seiner Hand die Fäden zusammen. Und bis zum Erreichen der unlängst von ihm höchstselbst festgelegten Altersobergrenze fürs Management von 65 Jahren hat Santner, der 1981 in die Unternehmerfamilie einheiratete und wenige Jahre später - 1986 - ins Unternehmen eintrat, noch ein Stück.
Doch der Wandel ist - nach 18 Jahren mit ihm an der Solospitze - eingeleitet. Mit Jakob, 37, und Dominik, 34, traten Ende 2019 jene zwei Familienmitglieder der fünften Generation in die Geschäftsleitung von Anton Paar ein, deren Weg im 1922 gegründeten Schlossereibetrieb vorgezeichnet war: Nach technischer Ausbildung mit humanistischer Grundierung, zog 1999 erst Jakob, drei Jahre später Dominik ins Unternehmen ein. Heute haben sie im Management Rollen auf den Leib geschneidert, die die Filii mit ihrem Vater amalgamisch verbindet.
Matthias Ebner, 32, Geschäftsführer Leier Holding: Der Verwurzelte
Mit seinem älteren Bruder Thomas führt Matthias Ebner seit dem Vorjahr den Baustoffriesen Leier.
# kennt keine "europäischere Gegend" als das Burgenland
# glaubt an die Donauraumstrategie
# pflasterte in Ausbildungsjahren bei 33 Grad Gehsteige
"Ins Familienunternehmen wird man hineingeboren", sagt sein Bruder Thomas. Und Matthias Ebner selbst sieht das genauso: "Ich bin jetzt 31 Jahre alt und 31 Jahre im Unternehmen", sagt er im Scherz. Als kleine Kinder waren die Werke des Großvaters "große Spielplätze" für die beiden Blutsbrüder, die im Frühjahr 2021, nach jahrelangem Schaffen im Unternehmen, in den Kreis der Geschäftsführung der Leier Gruppe aufstiegen.
Mit über 40 Standorten in Europa, sieben davon in Österreich, hat der Baustoffhersteller, 1965 von Osteuropapionier Michael Leier gegründet, den Eisernen Vorhang überwunden und das schnelle Integrieren neuer Standorte in die Gruppe perfektioniert. Natürlich, sagt Matthias Ebner, habe man in den Ausbildungsjahren andere Unternehmen kennengelernt und die Tätigkeiten dort reizvoll empfunden.
"Aber im eigenen Familienbetrieb steht nun einmal der eigene Name über jedem Werk", sagt er. Da weiß man, wofür man sich einsetzt. "Wir haben rund 2.800 Mitarbeiter. Das sind 2.800 Familien, für die man auch verantwortlich ist. Ein gutes Gefühl.

Michael Egger jun., 38, Mitglied Gruppenleitung und Verantwortlicher Vertrieb und Marketing: Der Teamplayer
Für den Vertreter der dritten Generation war ein Einstieg ins Familienunternehmen vorgezeichnet.
# besuchte wie davor sein Vater und Onkel das Holztechnikum Kuchl
# trägt lieber weiße Sneakers als polierte Anzugschuhe
# zieht Team-Entscheidungen Alleingängen vor
Als Mitglied der Eigentümerfamilie war sein Eintritt ins Unternehmen "von klein auf ein Thema", erzählt Michael Egger jun. Sein Großvater gründete Egger Holzwerkstoffe 1961 mit der Eröffnung eines ersten Spanplattenwerks in St. Johann. Sein Onkel und sein Vater, der seinen Spross schon als Kind an den Wochenenden ins Werk mitnahm, internationalisierten das Unternehmen. "Ich durfte mit Staplern mitfahren und im Labor kleine Tests durchführen", so Egger.
Lesen Sie auch: Michael Egger jr: "Mein Vater dachte an einen Scherz"
Nach seiner Ausbildung im Holztechnikum Kuchl werkte er als Trainee in verschiedenen Werken. "Als wir 2006 in St. Johann die erste großindustrielle Anlage zur Produktion von Leichtbauplatten errichteten, habe ich mich sehr dafür eingesetzt und war extrem stolz auf die Markteinführung des Produkts". Zur Innovationskraft des Unternehmens tragen strukturierte Prozesse und ein gruppenweit aufgesetztes Ideenmanagement bei.

Jasna Junuzovic, 41, Manager Software Space, TTTech Aerospace: Die Senkrechtstarterin
Die Managerin sorgt in der Luft- und Raumfahrtsparte der Wiener Softwareschmiede für Höhenflüge.
# startete 24-jährig als CTO ihrer eigenen Firma
# lebt nach dem Motto „Glück ist, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft“ (Seneca)
# findet, dass es sich mit Humor besser arbeitet
Die Leistungen ihres Teams aus Luft- und Raumfahrtexperten könnte schon bald die erste Frau auf den Mond bringen: Denn die Software, die TTTech Aerospace entwickelt, werden Kunden schon bald auch für die NASA-Mission Artemis-2 nutzen. Irdische Aufgaben hat Jasna Junuzovic dafür einige gestemmt. "Ein schöner Erfolg war, als unsere Software gleich zwei wichtige Meilensteine auf einmal erreicht hatte - das war fantastisch", erzählt sie. Sechs Jahre lang leitete sie ein bosnisches Software-Startup, mit der Geburt ihres ersten Kindes trat sie ins Angestelltenleben.
Zunächst arbeitete sie bei CERN in der Schweiz, gefolgt von einer Tätigkeit bei MedAustron in Wiener Neustadt. 2020 wechselte sie zu TTTech. Dort startete sie pandemiebedingt komplett im Homeoffice. Teammitglieder zu unterstützen, ihnen die Arbeit zu erleichtern und sie "nicht mit administrativen Aufgaben zu überlasten", zählen zu ihren Aufgaben.
An ganz neue, unbekannte Aufgaben gehe das Team "mit dem Mindset eines erfolgreichen Startups heran: Hürden nütze man, um "neue Möglichkeiten zu ergründen".

Stefan Pollmann, 29, Geschäftsführer Maxxom Automation: Der Heimkehrer
Nach dem Aufbau des Mexikostandortes der Pollmann Gruppe leitet Stefan Pollmann seit Jahresbeginn die Automatisierungsschwester des Zulieferunternehmens Pollmann International.
# lebte und arbeitete ein Jahr in Mexiko
# arbeitete als Student in Hannes Jagerhofers Eventagentur
# als Jäger landet viel Wildfleisch (aber auch Mediterranes) auf seinem Teller
Stefan Pollmann zu fragen, ob Oberhofen am Irrsee, malerisch im Salzkammergut gelegen, so etwas wie die Karibik für Waldviertler ist, verkneift man sich dann doch. Jedenfalls holte der Automobilzulieferer aus dem nördlichen Waldviertel mit der 100-Prozent-Übernahme der dort domizilierten Maxxom Automation im vorigen Jänner ein Unternehmen an Bord, das die eigene Spritzgussautomatisierungskompetenz "hervorragend ergänzt", sagt Pollmann, der als Geschäftsführer gerade die Teams zusammenwachsen lässt.
Sein Weg in das Familienunternehmen Pollmann schien vorgezeichnet: Vater Markus und dessen Cousin Robert hatten nie auf seinen Eintritt gedrängt (sein Großvater war damals resoluter), insgeheim gewünscht hatten sie sich diesen sehr wohl. Nach der AHS-Matura und dem FH-Studium „Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung“ stieß er 2017 über ein Traineeprogramm ins Unternehmen. Die Aufbauarbeit in Mexiko, als in San Miguel de Allende mit zunächst nicht viel mehr an Ausstattung "als ein paar Campingsesseln und einer Kaffeemaschine" ein Produktionsstandort hochgezogen wurde, empfand er als prägend.
Ob der Einzug in die Geschäftsführung von Pollmann International für den 29-Jährigen, der sich ungern mit seiner eigenen Leistung zufrieden gibt, irgendwann einmal ein Thema sei? Das Bestreben sei da, "zunächst aber will ich mich beweisen", sagt Pollmann, der aufgrund des Nachnamens keine Sonderrechte geltend machen will.

- #Führung
- #Coverstory
- #Frauen in der Industrie
- #Alpla
- #Egger Group
- #Kostwein Maschinenbau
- #Rosenbauer
- #hae.sh
- #Pierer Innovation
- #Salzburg AG
- #Blum (Julius Blum)
- #Leier Gruppe
- #ÖBAG
- #make visions capital
- #Orasis Industries
- #Amag
- #SAP
- #Oberbank
- #Plasser & Theurer
- #Holo-Light
- #Donau Chemie
- #Blaha
- #Haidlmair
- #Autonoma Technologies
- #Hirschmann Automotive
- #Kone
- #TTTech
- #Loacker
- #Münzer Bioindustrie
- #Anton Paar
- #Austrian Airlines
- #Weingärtner
- #Pöttinger
- #Engel
- #Symflower
- #Unger Stahlbau
- #Flex
- #Spitz
- #SAG
- #Maxxcom Automation
- #Pollmann
- #Michael Baminger
- #Steven Blaha
- #Martin Blum
- #Aakriti Chandihok-Thareja
- #Mathieu de Krassny
- #Matthias Ebner
- #Thomas Ebner
- #Michael Egger
- #Mario Haidlmair
- #Florian Haslhofer
- #Susanne Haspinger
- #Angelo Holzknecht
- #Petru Huurinainen
- #Jasna Junuzovic
- #Nicolas Kirchmayr
- #Martin Klässner
- #Stefan Kostwein
- #Philipp Lehner
- #Thomas Loacker
- #Johannes Max-Theurer
- #Ewald-Marco Münzer
- #Alex Pierer
- #Stefan Pollmann
- #Teodora Radovanovic
- #Martin Reiner
- #Dominik Santner
- #Jakob Santner
- #Walter Scherb
- #Andreas Schuster
- #Martin Seiter
- #Florian Stadler
- #Daniel Tomaschko
- #Michael Trestl
- #Matthias Unger
- #Dominik Weingärtner
- #Christina Wilfinger
- #Sebastian Wolf
- #Lisa Wöss
- #Simon Zeilberger
- #Eva Zimmermann
- #Ulrich Santner