Maschinenbau

Starker Einbruch und Gewinnwarnung bei Palfinger

Dem Salzburger Kranhersteller drohen Einschränkungen der Produktion. "Wir bewerten die Situation laufend neu", so das Management. Klar ist, dass die Gewinne deutlich niedriger sein werden wie in den beiden Jahren zuvor.

Wegen der Coronavirus-Krise und dadurch drohenden "massiven Nachfrage- und Produktionseinschränkungen" hat der börsennotierte Salzburger Kranhersteller Palfinger eine Gewinnwarnung abgesetzt und damit den bisherigen Ausblick für 2020 gestrichen.

Die weitere Entwicklung der Covid-19-Krise erfordere eine laufende Neubewertung der Situation. Wegen der fehlenden Visibilität sei ein Ausblick auf das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020 derzeit nicht möglich. Vor einem Monat hatte man lediglich fürs erste Quartal 2020 von einer unter dem Vorjahresvergleich liegenden Profitabilität gewarnt, war aber fürs Gesamtjahr noch optimistisch. Details im Rückblick: Palfinger: Rekordergebnis und eine Gewinnwarnung >>

Nun rechnet man mit einer "deutlich unter 2019 und 2018" liegenden Profitabilität im Jahr 2020. Die Anpassung der Kapazitäten werde derzeit evaluiert und vorbereitet. Das erfolge im Sinne der Sicherung der Gesundheit der Mitarbeiter und im Sinne der Umsetzung der behördlichen Maßnahmen, "aber auch in Erwartung einer geringeren Marktnachfrage".

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Sogar die an sich schon auf Schiene gelegte Dividende für 2019 stellt Palfinger nun in Frage, sie werde "in Abhängigkeit von der Dauer und der Auswirkung der Covid-19-Krise neu evaluiert". Der für die - bereits abgesagte - Hauptversammlung erstattete Beschlussvorschlag über eine Zahlung von 0,71 Euro je Aktie "wird entsprechend der Liquiditätserfordernisse überdacht", erklärte das Unternehmen. Ein entsprechender Beschlussvorschlag werde anlässlich der neuerlichen HV-Einberufung veröffentlicht.

2019 setzte Palfinger 1,75 Mrd. Euro um und erzielte dabei 80 Mio. Euro Nettogewinn. Der Umsatz sollte ursprünglich bis 2022 auf 2 Mrd. Euro ausgeweitet werden. Der Beschäftigtenstand des international aufgestellten Konzerns lag zuletzt bei mehr als 11.100 Menschen. (apa/red)

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