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Palfinger investiert 40 Millionen Euro in F&E in Salzburg

Der Salzburger Kranhersteller baut seine Entwicklungskapazitäten in Salzburg deutlich aus. Dabei sind Investitionen am Standort Lengau, im Entwicklungszentrum Köstendorf und beim Ausbildungszentrum "Palfinger Campus" geplant. Dabei profitiert Palfinger auch von der neuen Investitionsprämie der Bundesregierung.

Der Salzburger Kranhersteller investiert in seinen Standort in Köstendorf. Dort sollen die Kapazitäten für Forschung und Entwicklung deutlich ausgeweitet werden. Der Standort soll auch "zu einem bedeutenden Standort" für Produktentwicklungen im Netzwerk des Konzerns werden, so der Hersteller. Dabei gehe es um "ganzheitliche, zukunftsfähige Lösungen für spezielle Herausforderungen von Kunden", so Konzernchef Andreas Klauser.

Palfinger investiert und profitiert von der Investitionsprämie

Palfinger bekommt dabei auch Geld vom Staat im Rahmen der neuen Investitionsprämie, die von der türkis-grünen Regierung im Vorjahr als Maßnahme gegen die Coronakrise beschlossen worden ist. In der ersten Ausbauphase in Köstendorf investiert Palfinger rund fünf Millionen. Investiert sind rund 40 Millionen Euro in die Stärkung des Standorts sowie in die Digitalisierung vorgesehen.

Dazu zählen unter anderem der Ausbau des Standortes Lengau, das moderne Ausbildungszentrum Palfinger Campus – und nun das Technologiezentrum Köstendorf. "Wir bündeln diese Investitionen zu einem großen wirkungsvollen Maßnahmenpaket, um kraftvoll aus der Krise zu kommen und die Herausforderungen der Zukunft gut vorbereitet zu meistern", sagt Andreas Klauser.

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Forschungsstandort Salzburg

"Mit diesem Investitionsprogramm stärkt Palfinger nicht nur den Wirtschaftsstandort, sondern fördert ganz bewusst auch den Forschungsstandort Salzburg. Gerade in so herausfordernden Zeiten ist das ein starkes Signal für die Region und das Industrieland Salzburg. Forschung und Entwicklung sind Grundlage für Innovation und Fortschritt, daher freut es mich, dass sich Palfinger zum Standort Köstendorf bekennt und für hochwertige Arbeitsplätze in der Region sorgt", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck zeigt sich erfreut: "Viele Firmen blicken mit Mut in die Zukunft und investieren sich aus der Krise heraus. Die Investition von Palfinger ist sowohl ein Beitrag zur Modernisierung des Standorts als auch eine Absicherung wertvoller Arbeitsplätze in der Region. Was es jetzt für Österreich braucht, ist verantwortungsvolles Unternehmertum gepaart mit Visionen für den Standort – Palfinger verkörpert genau das, dafür bedanke ich mich herzlich."

Arbeiten vor Ort oder aus der Ferne

Im Zuge des Ausbaus entsteht in Köstendorf ein flexibles Open Space Bürokonzept mit verschiedenen Arbeitszonen für mehr als 100 Mitarbeiter. Dieses Konzept unterstützt die Produktentwicklungsteams im crossfunktionalen Arbeiten. Somit kann flexibel und je nach Notwendigkeit die Zusammenarbeit der Teams über alle Bereichsgrenzen hinweg in Person oder digital gestaltet werden. Um Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Sicherheit der hochkomplexen Hebelösungen sicherzustellen, wird zusätzlich das Testlabor für den Versuch- und Prototypenbau deutlich erweitert.

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System Engineering, Projektmanagement, Validierung und Software

PALFINGER_Visualisierung_Technology, Center © Palfinger

Ein Rendering des neuen Entwicklungszentrums von Palfinger am Standort Köstendorf.

"Durch die Erweiterung schaffen wir die besten Voraussetzungen, um unsere Entwicklungskapazität in wichtigen, aber auch kritischen Kompetenzen weiter zu stärken", erläutert Andreas Hille, Senior Vice President Global Product Line Management. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf System Engineering, Projekt Management, Verification und Validierung sowie Software Entwicklung. Zusammen tragen sie zur Umsetzung der Palfinger Solution Strategie bei. "Palfinger entwickelt Gesamtlösungen für seine Kunden und Partner. Unsere Lösungen umfassen das Trägerfahrzeug und integrieren zusätzliche digitale Funktionen und Dienstleistungen. Wir bieten ein ganzheitliches, zukunftsfähiges Paket. Wir gestalten die Zukunft", so Andreas Klauser.

(red)

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