Beste Fabrik

Fabrik2021: Pollmann Austria gewinnt Österreichs härtesten Produktionswettbewerb

Nur knapp geschlagen geben mussten sich bei dem von Fraunhofer Austria und INDUSTRIEMAGAZIN ausgelobten Produktionspreis die Unternehmen BRP-Rotax, Kostwein Maschinenbau, TELE Haase Steuergeräte sowie Wilhelm Gronbach.

Holen die Trophäe Beste Fabrik aus Tirol ins Waldviertel: Manfred Jäger, Leiter des Pollmann-Austria-Werks II (mit Pokal) sowie Rainer Hobiger, Director of Facility Management (mit Urkunde)
weiters im Bild: Weka-Industrie-Medien-Geschäftsführerin Beatrice Schmidt, Peter Schieder, Geschäftsbereichsleiter Fabrikplanung und Produktionsmanagement, Fraunhofer Austria (ganz links), Vorjahressieger und Hausherr Karl Christian Handl (zweiter von links) sowie Alessandro Sala, wissenschaftlicher Mitarbeiter Fraunhofer Austria   

Das von Markus und Robert Pollmann in vierter Generation geführte Waldviertler Automobilzulieferunternehmen Pollmann mit Sitz in Karlstein gewinnt den alljährlich von Fraunhofer Austria und dem INDUSTRIEMAGAZIN verliehenen Produktions-Award Fabrik2021. Im 2020 eröffneten und nun prämierten Siegerwerk am Standort Vitis setzt Pollmann Maßstäbe in Sachen Produktionstechnik und Digitalisierung. Die Prinzipien der schlanken Fertigung sind fester Bestandteil der Prozesslandschaft. Maschinendaten werden erfasst und Aufträge über MES, SAP und Warehousemanagement-Software an die Logistikarbeitsplätze durchgeschleust.

Der hauseigene Anlagenbau automatisiert die Prozesse. Standardgeräte wie etwa sechsachsige Knickarmroboter oder Linearhandling bilden flexible Lösungen auf den fünf Spritzgießfertigungs- und zwei weiteren reinen Automatisierungslinien für beispielsweise das Setzen von Dioden oder Mikroschaltern. Auch energetisch überzeugen die Waldviertler: Durch seine Nord-Süd-Ausrichtung und Nutzung aller Möglichkeiten zur Energierückführung ist für das gesamte Gebäude bei 24-Stunden-Produktionsauslastung keine externe Energie für Heizzwecke erforderlich.

Die fünf Finalisten der Fabrik2021-Awards präsentierten Donnerstag Nachmittag - nach einer Reihe von Vor-Ort-Evaluierungen durch Fraunhofer Austria - ihre Produktionen den Fabrik2021-Juroren Wilfried Sihn, Fraunhofer Austria; Claudia Schickling, Pilotfabrik Industrie 4.0; Karl Christian Handl, Geschäftsführender Gesellschafter Handl Tyrol (Vorjahressieger); sowie Walter Schiegl, Gruppenleitung Produktion/Technik der Egger Gruppe. 

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Nur knapp geschlagen geben mussten sich die Unternehmen BRP-Rotax, Kostwein Maschinenbau, TELE Haase Steuergeräte sowie Wilhelm Gronbach.

Wie in den Jahren zuvor gab es Reihe von Sonderpreisen. Der Gewinner des Kategoriepreises Efficient Factory ist Kostwein Maschinenbau, Gewinner des Kategoriesiegs Smart Factory Wilhelm Gronbach. Der Kategoriesieg Green Factory ging ebenfalls an Pollmann. 

Ausgetragen wurde der Event in hybrider Form in Mils bei Imst. 

Der Fabrik-Award wurde heuer zum mittlerweile elften Mal von INDUSTRIEMAGAZIN und Fraunhofer Austria vergeben. Er gilt als der härteste Produktionspreis Europas.