Stahlhandel

EU verhängt neue Strafzölle auf Billigstahl aus China

Mit weiteren Einfuhrzöllen auf Stahl will Brüssel Billigimporte aus China eindämmen. Als Reaktion auf den Branchenverband Eurofer gelten nun Zölle von knapp 29 Prozent auf korrosionsbeständigen Stahl aus China.

Die EU-Kommission geht erneut gegen chinesische Stahlimporte vor. Die Wettbewerbshüter verhängten nach einer achtmonatigen Untersuchung vorläufige Einfuhrzölle von bis zu 28,5 Prozent auf korrosionsbeständige Stähle aus China. Sie reagierte damit auf eine Beschwerde des Europäischen Stahlverbands Eurofer, zu dem Konzerne wie Voestalpine, ThyssenKrupp und ArcelorMittal gehören.

Die drei Konzerne, die selbst diesen Stahl produzieren, dürften von dem Schritt der EU Kommission profitieren, schrieben die Experten von Jefferies. Die chinesischen Einfuhren dieser Stähle seien 2017 um 45 Prozent gestiegen. Die betroffenen chinesischen Hersteller haben 25 Tage Zeit, die Entscheidung anzufechten.

Korrosionsbeständige Stähle werden unter anderem im Baugewerbe oder bei Haushaltsgeräten verwendet. Die EU hat eine ganze Reihe von Stahlsorten aus China mit Zöllen belegt. Sie wirft den Herstellern aus Fernost vor, dank staatlicher Subventionen den europäischen Markt mit Stahl zu Dumpingpreisen zu überfluten. China ist mit Abstand der größte Stahlproduzent der Welt. (reuters/apa/red)

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