Außenhandel

Botschafter: USA sind zum kompletten Verzicht auf Autozölle bereit

Die USA seien sehr wohl zu einem völligen Verzicht auf Autostrafzölle bereit, so der US-Botschafter Richard Grenell gegenüber den Konzernchefs von Daimler, BMW und Volkswagen. Derzeit herrscht bei Zöllen auf Autoimporte eine starke Schieflage zum Schaden der USA.

US-Botschafter Richard Grenell hat laut einem Medienbericht führenden deutschen Automanagern eine Lösung im Streit um drohende Strafzölle unterbreitet.

Zuvor haben sich bereits mehrere große Autozulieferer für eine andere Politik gegenüber den USA ausgesprochen: Conti und ZF fordern statt Gegenzöllen ein Zeichen guten Willens an die USA >>

Hochranginges Treffen

Bei einem Treffen in der US-Botschaft in Berlin habe Grenell diese Woche den Chefs unter anderem von BMW, Daimler und Volkswagen mitgeteilt, er sei beauftragt, eine Lösung mit Deutschland und der EU zu suchen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Teilnehmerkreise.

Demnach habe Grenell erklärt, die USA seien bereit zu einer Null-Lösung, also zu einem Komplett-Verzicht der USA auf Autozölle, wenn auch Europa darauf komplett verzichte.

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An dem Treffen nahmen der Zeitung zufolge unter anderem Daimler-Chef Dieter Zetsche, BMW-Chef Harald Krüger und VW-Chef Herbert Diess sowie auch namentlich nicht genannte Chefs großer Autozulieferer teil. In dem Gespräch soll Grenell von einem "Momentum" gesprochen haben, das es zu nutzen gelte. (reuters/apa/red)

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