Stahlindustrie

Bei Thyssenkrupp steigt jetzt die dritte Finanzfirma ein

Die Finanzfirmen Cevian und Elliott sorgen für große Unruhe bei Thyssenkrupp, inklusive Rücktritten in der obersten Ebene und dem jüngsten Beschluss einer Aufspaltung. Jetzt steigt auch Harris Associates ein - eine Firma, die für ihr aggressives Auftreten bekannt ist.

Wenige Wochen nach dem Aufspaltungsbeschluss von Thyssenkrupp hat die US-Investmentgesellschaft Harris Associates eine Beteiligung von über drei Prozent aufgebaut. Der Investor halte 3,08 Prozent der Anteile, teilte Thyssenkrupp mit.

Harris Associates gilt als aktivistischer Investor

Die 1976 gegründete Investmentfirma verwaltet ein Vermögen von 139 Mrd. Dollar (121,2 Mrd. Euro). Harris ist auch an der Schweizer Bank Credit Suisse beteiligt. Das Fondshaus gilt als aktivistischer Investor, der sich auch kritisch zu Wort meldet. Allgemein gelten aktivistische Finanzfirmen in ihrem Auftreten als besonders aggressiv.

Eine Stiftung und drei Finanzfirmen

Größter Einzelaktionär bei Thyssenkrupp ist die Krupp-Stiftung mit 21 Prozent, gefolgt vom schwedischen Investor Cevian mit rund 18 Prozent. Der US-Hedgefonds Elliott hält nach eigenen Angaben ein größeres Paket, hat aber die Meldeschwelle von drei Prozent nicht überschritten. (reuters/apa/red)

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