Verpackungsindustrie

Börsengang: Tojners Aluflexpack will bis zu 185 Millionen Franken einnehmen

Der Verpackungshersteller Aluflexpack hofft beim Börsengang auf Einnahmen von bis zu 165 Millionen Euro. Das Geld will Aluflexpack in den Ausbau der Produktionskapazitäten in Europa, in die Automatisierung und für weitere Zukäufe verwenden.

Der Verpackungshersteller Aluflexpack, der dem österreichischen Investor Michael Tojner gehört, will bei seinem Börsengang bis zu 185 Mio. Franken (165 Mio. Euro) einnehmen. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung werden bis zu 7,3 Millionen neue Aktien ausgegeben.

"Greenshoe" als Option

Der Ausgabepreis soll zwischen 20 und 26 Franken je Aktie liegen, teilt das Unternehmen mit. Dazu komme eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 730.000 Aktien aus dem Besitz der Alleinaktionärin, Tojners Montana Tech. Diese Option, die auch Greenshoe genannt wird, wird den ausführenden Banken üblicherweise im Rahmen des Börsengangs gewährt.

Insgesamt ergibt sich für den Anfang Juni angekündigten Börsengang ein Emissionsvolumen von 146 Millionen bis 168,2 Millionen und bei Ausübung des Greenshoe von 160,6 bis 185 Mio. Franken. Der endgültige Angebotspreis werde auf Basis eines Bookbuilding-Prozesses festgelegt, hieß es weiter.

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Der Börsengang besteht aus einem öffentlichen Angebot an Investoren in der Schweiz sowie Privatplatzierungen an qualifizierte Investoren außerhalb der Schweiz. Der Angebotszeitraum beginnt am 17. Juni und endet voraussichtlich am 27. Juni 2019. Als erster Handelstag an der SIX Swiss Exchange ist der 28. Juni vorgesehen.

Geld soll in neue Produktionskapazitäten fließen

Die Aluflexpack zufließenden Mittel sollen vorwiegend dem Ausbau der Produktionskapazitäten in Europa, der Automatisierung der Produktion und für Akquisitionen dienen. Das Unternehmen will wachsen.

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Zum Kerngeschäft des schweizerisch-kroatischen Unternehmens zählen flexible Verpackungslösungen aus Aluminium überwiegend für die Endmärkte Kaffee und Tee, Pharmaprodukte, Tierfutter und Lebensmittel. So stellt das Unternehmen etwa die Hüllen für Kaffeekapseln her.

Zu den bekannteren Kunden gehören im Lebensmittelbereich etwa Nestle, Dr. Oettker oder Ferrero und im Pharmabereich Novartis, Bayer, Pfizer oder Sanofi. Montana Tech war mit Co-Investoren 2012 eingestiegen und hatte das Unternehmen mit Zukäufen ausgebaut. Geführt wird Aluflexpack inzwischen aus dem schweizerischen Reinach bei Basel. (awp/sda/apa/red)

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