Firmenübernahmen

Weiter keine Einigung in der EU über Schutz der Hochtechnologie

Die aggressiven Zukäufe chinesischer Unternehmen in der europäischen Industrie nehmen rasant zu - doch während Industrieländer wie Deutschland auf einen höheren Schutz drängen, sind andere EU-Mitglieder dagegen.

Paradebeispiel Kuka: Der Hunger chinesischer Investoren auf Industrieunternehmen, vorzugsweise aus Deutschland, steigt jedes Jahr rasant an.

Nach einer informellen Konferenz der EU-Handelsminister in Sofia einigten sich die Vertreter der Mitgliedsländer zwar auf die grundsätzliche Einigkeit, gegen Strafzölle der USA auf Metall vorzugehen.

Doch bei der Frage nach einem höheren Schutz strategisch wichtiger Industriebetriebe legten die Europäer ein Verhalten an den Tag, für das sie berühmt sind - nämlich, keine gemeinsamen Positionen zu finden.

Keine Einigkeit beim Schutz strategisch wichtiger Industrie

Nicht einig sind sich die Europäer in Hinblick auf gemeinsame Schutzvorkehrungen gegen die Übernahme strategisch wichtiger Firmen durch Investoren aus Drittländern wie China. Hinter entsprechenden Vorschlägen der Kommission stehen nach Machings Worten die großen EU-Länder Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien und einige mehr.

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Andererseits gebe es eine zweite Länder-Gruppe, in der noch Diskussionsbedarf bestehe. Wichtig sei, dass man sich unter den EU-Ländern bei diesem Thema nicht gegenseitig Konkurrenz machen dürfe um ausländische Investoren. Im Übrigen bleibe es bei dem Vorhaben, entsprechende Schutzregelungen noch 2018 zu beschließen.

Deutsche Ministerin: Übernahmen aus China enorm angestiegen

Zypries hatte zuvor in einem "Handelsblatt"-Interview China kritisiert, dem sie vorwarf, nicht genug für die Offenheit seiner Wirtschaft gegenüber ausländischen Investoren zu tun. Sie hatte von einem "enormen" Anstieg der Firmen-Übernahmen durch Firmen aus China gesprochen. Sie hatte auch EU-Bemühungen der EU verteidigt, sich wirksamer gegen die Übernahme strategisch wichtiger Firmen zu wappnen. (APA/Reuters/AFP/dpa)

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