Maschinenbau

Voith hat beim Verkauf seiner Sparte schon zwei Interessenten

Inzwischen sind es zwei Parteien, die beim Verkauf der Industrieservice-Sparte des Anlagenbauers Voith mitbieten. Eingeweihten zufolge gehören wieder zwei Finanzfirmen zum engeren Kreis. Hier die Eckdaten.

DBAG Caverion Triton Voith Industrie 4.0 Übernahmen Maschinenbau

Zwei Bieter buhlen Insidern zufolge um die Industrieservice-Sparte des Anlagenbauers Voith. Der deutsche Finanzinvestor DBAG und der finnische Gebäudedienstleister Caverion hätten eine gemeinsame Offerte vorgelegt, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Zudem sei der Finanzinvestor Triton noch im Rennen um die Sparte, deren Verkauf Voith rund 300 Mio. Euro einbringen könnte. Eine Entscheidung, wer von ihnen den Zuschlag für die Sparte mit 18.000 Mitarbeitern bekommt, falle voraussichtlich im Jänner.

Voith will nach über tausend Kündigungen wieder schwarze Zahlen sehen

Zuletzt kündigte Voith an, nach den harten Einschnitten und der Streichung von über tausend Arbeitsplätzen in den letzten Monaten bald wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehren zu wollen. Dabei solle die Sparte für Industriedienstleistung verkauft werden und die Ableger von Voith Hydro und Voith Turbo in St. Pölten bleiben.

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Die Verkaufspläne für die Sparte für Industriedienstleistungen hat Voith bereits heuer im Februar öffentlich gemacht. Die aus der Deutschen Industrie-Wartung (DIW) hervorgegangene Sparte erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro. Die Margen sind allerdings niedrig. Während das Service-Geschäft mit der Autoindustrie zuletzt gut lief, leiden die Dienstleistungen für Kraftwerke und Bergbau unter dem immer weiter fallenden Ölpreis und der Energiewende in Deutschland.

Voith braucht Geld für "Industrie 4.0"

Voith braucht das Geld, um den Konzern nach dem Schlagwort "Industrie 4.0" umzubauen, Papiermaschinen, Wasserkraftwerke und Turbogetriebe sollen auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Voith, Caverion, DBAG und Triton lehnten eine Stellungnahme ab. (reuters/apa/red)

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