Österreich

Verkehrsministerium bereitet Maßnahmen für Schienengüterverkehr vor

Das Ministerium von Leonore Gewessler hat Unterstützung für den Bahngüterverkehr zugesichert. Zuletzt hat sich sowohl die EU-Kommission als auch die ÖBB dafür ausgesprochen. Letztere fordern Hilfen für Rail Cargo Austria.

Das Klimaschutzministerium hat Unterstützung für den Bahngüterverkehr zugesichert. Die Zukunft des Schienengüterverkehrs sei, nicht nur in Hinblick auf die Versorgungssicherheit, sondern vor allem auf die Klimakrise "unbestritten". Man bereite - in Abstimmung mit der Branche und den europäischen Partnern - notwendige und sinnvolle Maßnahmen vor, heißt es dazu aus dem Ministerium zur APA. Auch die EU-Kommission hatte sich für eine Stärkung des Schienengüterverkehrs ausgesprochen.

Aus dem von Leonore Gewessler (Grüne) geführten Ministerium heißt es dazu: "Wir sind natürlich im engen Austausch mit der Schienengüterverkehrsbranche und auch mit der Europäischen Kommission, die mehrmals darauf hingewiesen hat, dass der Schienengüterverkehr in Zeiten der Krise eine wichtige Rolle spielt und aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus vor großen Herausforderungen steht. Klar ist, dass die gesamte Branche durch die wirtschaftlichen Einschränkungen im Zuge der Coronakrise große Auftrags- und Umsatzrückgänge erleidet."

ÖBB: Unterstützung für Rail Cargo gefordert

Sowohl das ÖBB-Management als auch Konzernbetriebsratsobmann Roman Hebenstreit (vida) haben sich im "Kurier" zuletzt für eine Unterstützung der in der Coronakrise angeschlagenen Schienengütersparte der ÖBB Rail Cargo ausgesprochen. Durch die Produktionsrückgänge und Schließungen sei das Transportvolumen stark zurückgegangen, die Bahn sei aber für die Versorgungssicherheit wichtig. Im Raum steht etwa eine Unterstützung des Einzelwagenverkehrs.

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Die ÖVP will staatlicher Hilfe allerdings nur unter strikten Auflagen zustimmen. ÖVP-Verkehrssprecher Andreas Ottenschläger urgierte im "Kurier" ein Kostenspar- und Effizienzsteigerungsprogramm in Höhe von fünf Prozent der Aufwendungen - was bei Aufwendungen von 6,2 Mrd. Euro 310 Mio. Euro bedeuten würde. ÖBB-CEO Andreas Matthä meinte, man spare ohnehin und habe bereits vor der Krise mit dem Transformationsprogramm Nordstern begonnen und damit die Weichen für die künftige Ausrichtung des Konzerns gestellt. (apa/red)