Bahn

Schweizerische Bundesbahnen kooperieren bei Nachtzügen mit den ÖBB

Die SBB wollen mit Hilfe des österreichischen Bahnbetreibers wieder ins Schlafwagengeschäft einsteigen. Beide Bahnkonzerne wollen europäische Städte ins Netz der Nachtzugverbindungen aufnehmen. Geplant sind zunächst täglich sechs Verbindungen pro Richtung zwischen Zürich, Bregenz und München.

Die staatlichen Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) setzen bei Nachtzügen künftig auf eine Kooperation mit den ÖBB, um wieder ins Schlafwagengeschäft einzusteigen. Aber auch das Tagesangebot soll gemeinsam ausgebaut werden, bestätigte ein ÖBB-Sprecher einen entsprechenden Bericht der schweizerischen Nachrichtenagentur sda.

Die Schweizer hatten ihr Nachtzuggeschäft 2009 aufgegeben. Die Deutsche Bahn stieg Ende 2016 aus - die ÖBB übernahmen lukrative Strecken von den DB. Aktuell dazu: Nachtzüge: Die ÖBB profitieren vom "Greta-Effekt" >>

Zwischen Zürich, Bregenz und München soll es ab Dezember 2020 täglich sechs Verbindungen pro Richtung geben. Bei bereits bestehenden Verbindungen - insbesondere zwischen Zürich-Basel und Berlin sowie Hamburg - wird eine Kapazitätserweiterung geprüft. Diese Nightjet-Verbindungen haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht.

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Ausbau der Verbindungen in der Nacht

SBB und ÖBB wollen zudem weitere europäische Städte ins Nightjet-Netz aufnehmen und mit der Schweiz verbinden. Gemeinsam wollen sie sich für bessere verkehrspolitische Rahmenbedingungen für den Betrieb von Nachtzügen einsetzen, zum Beispiel über die finanzielle Förderung der Nachtzüge mit CO2-Abgaben sowie über eine Entlastung bei den anfallenden Betriebskosten wie Trassennutzungsgebühren.

ÖBB: "Größter Anbieter im Nachtverkehr in Europa"

Die ÖBB sind mit ihren sogenannten Nightjets der größte Anbieter im Nachtverkehr in Europa. "Wir sind vom Erfolg des Nightjets überzeugt", so ÖBB-Chef Andreas Matthä. Die ÖBB haben kürzlich 13 weitere Nightjet-Garnituren bestellt. "Die Produktion der Züge läuft gerade an, im Laufe des Jahres 2022 werden die neuen Züge im modernen Design und mit noch mehr Komfort im Einsatz sein", so Matthä. (apa/red)

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