Stahlindustrie

Politik tritt gegen Zerschlagung von Thyssenkrupp ein

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will ThyssenKrupp als Ganzes erhalten. Die Abtrennung von aktuell lukrativen Sparten und der anschließende Verkauf an Investoren seien nicht die Lösung, so der Landeschef.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will ThyssenKrupp als Ganzes erhalten. "Ich habe erhebliche Zweifel, dass es eine gute Lösung wäre, Unternehmenssparten mit zeitweiligen Problemen aufzugeben und andere lukrative Bereiche aus dem Konzern herauszulösen, nur um kurzfristige Börsenerlöse zu erzielen", sagte Laschet der "Bild am Sonntag".

Eine deutsche Industri-Ikone

Bei dem Konzern handle es sich nicht um irgendein Unternehmen, er stehe exemplarisch für die industrielle Leistungsfähigkeit Deutschlands. ThyssenKrupp brauche jetzt eine kompetente Führung und eine tragfähige industriepolitische Konzeption, die das Gesamtunternehmen erhält.

ThyssenKrupp steht derzeit unter Druck. Vor wenigen Tagen senkte der neue Vorstandschef Guido Kerkhoff wegen des schwächelnden Anlagenbaus und Marinegeschäfts die Prognose für das Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende September). Die Zahlen zum dritten Quartal legt Thyssenkrupp diese Woche vor. (reuters/apa/red)

White Paper zum Thema

Aktuell dazu:

Krupp-Stiftung nun doch gegen Zerschlagung von Thyssenkrupp >>

Nächster Rücktritt bei Thyssenkrupp: Finanzfirmen wetten auf eine Zerschlagung >>

Verwandte tecfindr-Einträge