Maschinenbau

Palfinger muss wohl seine Bilanzzahlen korrigieren

Der Salzburger Kranhersteller dürfte um bis zu 80 Millionen Euro weniger Eigenkapital haben als in der Bilanz 2017 ausgewiesen, so die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung. Einen endgültigen Prüfbericht sollte es in einigen Wochen geben.

Der börsennotierte Salzburger Hebevorrichtungshersteller Palfinger muss voraussichtlich seine Bilanzzahlen für 2017 korrigieren. Das Eigenkapital dürfte um etwa 75 bis 80 Mio. Euro niedriger liegen, als in der Bilanz per Ende 2017 ausgewiesen, ergab laut einer Unternehmensmitteilung die Prüfung durch die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR).

Um fünf Prozent geringere Eigenkapitalquote

Das Konzerneigenkapital betrug vor der Berichtigung 575,7 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote, die per Ende 2017 mit 37,3 Prozent ausgewiesen wurde, dürfte um etwa fünf Prozentpunkte niedriger liegen. Auslöser für die Korrektur ist "überwiegend" die Verbuchung der norwegischen Harding, die von Palfinger 2016 übernommen wurde.

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Erst in den nächsten Wochen soll der endgültige Prüfbericht der OePR vorliegen. Jetzt habe es aber eine Benachrichtigung gegeben, wonach "ein wesentlicher Berichtigungsbedarf hinsichtlich des überwiegend aus der Akquisition Harding resultierenden Firmenwerts der Cash Generating Unit (CGU) Business Area Marine per 31.12.2017" bestehe.

Nicht ergebniswirksam

Der Firmenwert dieser Einheit habe Ende 2017 156,5 Mio. Euro betragen "und das Ausmaß des möglichen Restatements könnte aus Sicht des Vorstands rund die Hälfte dieses Firmenwertes betragen", so Palfinger. Sobald der finale Prüfbericht vorliege, werde Palfinger die erforderlichen Korrekturen vornehmen und veröffentlichen. Auf das Ergebnis 2018 werden die Korrekturen keine Einfluss haben. (apa/red)

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