Nord Stream 2

OMV und Partner zahlen die Hälfte - Gazprom bleibt alleiniger Aktionär

Bei der Finanzierung der umstrittenen Gasröhre von Gazprom durch die Ostsee zeichnet sich eine Lösung ab. Die OMV und vier weitere europäische Energiefirmen zahlen jeweils bis zu 950 Millionen Euro. Gazprom soll allerdings "alleiniger Aktionär" des Projekts bleiben.

Die umstrittene Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 kommt ein Stück weiter voran. Fünf europäische Energieversorger, darunter die OMV, beteiligen sich an der Finanzierung. Entsprechende Finanzierungsverträge habe die der russischen Gazprom gehörende Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG mit der OMV, Engie, Shell sowie Uniper und Wintershall unterzeichnet, teilt die OMV mit.

Europäer zahlen die Hälfte - Gazprom bleibt alleiniger Aktionär

Die fünf europäischen Energiefirmen hätten sich zu einer langfristigen Finanzierung von 50 Prozent der gesamten Projektkosten - derzeit werden 9,5 Mrd. Euro erwartet - verpflichtet. Jedes einzelne Unternehmen werde bis zu 950 Mio. Euro bereitstellen. Der russische Gaskonzern Gazprom "ist und bleibt alleiniger Aktionär der Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG".

Damit sei heute ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung Umsetzung des Nord Stream 2 Projektes, das von Gazprom verfolgt werde, gemacht worden. Das finanzielle Engagement der europäischen Unternehmen unterstreiche die strategische Bedeutung des Nord Stream 2 Projektes für den europäischen Gasmarkt.

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Das Projekt stärke damit sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die mittel- und langfristige Energiesicherheit, gerade vor dem Hintergrund der zu erwartenden sinkenden Produktion in Europa.

Eckdaten zum Projekt

Die 1.220 Kilometer lange Nord Stream 2 Gaspipeline, mit einer Gesamtkapazität von 55 Mrd. Kubikmeter pro Jahr, solle eine direkte Verbindung zwischen von der russischen Küste durch die Ostsee nach Greifswald (Deutschland) bieten. "Die Bauarbeiten werden im Jahr 2018 beginnen und bis Ende 2019 abgeschlossen sein", heißt es in der Mitteilung. (apa/red)


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