Wasserstoff

OMV baut größte Elektrolyseanlage Österreichs

Die OMV will zusammen mit der Kommunalkredit in der Raffinerie Schwechat eine große Wasserstoffanlage bauen und in zwei Jahren in Betrieb nehmen. Die Anlage soll dann jährlich bis zu 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen.

Der teilstaatliche börsennotierte Öl- und Gaskonzern OMV und die 2015 privatisierte Kommunalkredit investieren zusammen 25 Mio. Euro in den Bau der größten Elektrolyseanlage Österreichs in der OMV-Raffinerie Schwechat. Die Anlage soll im zweiten Halbjahr 2023 in Betrieb genommen werden und jährlich bis zu 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen, wie die Unternehmen mitteilten.

"Eingesetzt wird der grüne Wasserstoff zur Hydrierung von biobasierten und fossilen Kraftstoffen, um grauen Wasserstoff in der Raffinerie zu substituieren", hieß es.

Grüner Wasserstoff entsteht durch Elektrolyse aus erneuerbaren Energieträgern wie Sonne oder Wind, grauer Wasserstoff stammt hingegen aus fossilen Brennstoffen, meist Erdgas, was viel klimaschädlichen CO2-Ausstoß verursacht. Das Projekt wird durch den Klima- und Energiefonds unterstützt und ist Teil der Wasserstoffinitiative Vorzeigeregion Austria Power & Gas.

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Voest, Verbund und Siemens als Vorreiter

Ein ähnliches, international beachtetes Forschungsprojekt findet gerade in Linz auf dem Gelände der Voestalpine statt: Dort hat der Stahlkonzern Ende 2019 die seinerseit weltgrößte Elektrolyse-Anlage für grünen Wasserstoff offiziell in Betrieb genommen. Der Energieversorger Verbund ist Projektleiter und liefert den Strom aus Erneuerbaren. Die Konstruktion der Anlage stammt von Siemens. Die Eckdaten dazu: Voest, Verbund und Siemens nehmen "H2Future" in Betrieb >>

(apa/red)

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