Konjunktur

Österreichs Industrie beendet das Jahr 2017 mit Rekordwerten

Die österreichische Industrie beendet das ohnehin schon gute Jahr mit Rekordwerten. Treiber sind sowohl die Nachfrage aus dem Ausland als auch im Inland. Freilich bekommen die Produzenten damit auch ein immer größer werdendes Problem.

Die österreichische Industrie beendet das ohnehin schon gute Jahr mit Rekordwerten. Der Einkaufsmanagerindex der Bank Austria, ein Konjunkturindikator, ist im Dezember auf das neue Allzeithoch von 64,3 Punkten geklettert. Das sei das stärkste Wachstum der Industrie seit Beginn der Umfrage vor fast 20 Jahren, gab das Finanzhaus bekannt.

"Das Neugeschäft der österreichischen Industrie hat im Dezember so stark gegenüber dem Vormonat zugenommen wie noch nie seit Beginn der Umfrage vor fast 20 Jahren", so UniCredit-Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl. Sowohl die Nachfrage nach heimischen Industriegütern aus dem Ausland als auch das boomende Geschäft im Inland schieben die Produktion an.

Ein wachsendes Problem: Lieferengpässe

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Als Folge der starken Nachfrage und der Lieferengpässe sind die Einkaufspreise rasant angestiegen. Insbesondere Öl sowie viele weitere Rohstoffe verteuerten sich spürbar.

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Gute Nachrichten gibt es aber weiterhin für den Arbeitsmarkt. Seit mittlerweile 21 Monaten in Folge entstehen in der Industrie neue, zusätzliche Jobs. Der Beschäftigungszuwachs im Dezember sei der stärkste seit Umfragebeginn gewesen, heißt es. 2017 seien rund 18.000 zusätzliche Jobs in der Industrie entstanden. Damit sei die Industrie der dynamischste Beschäftigungssektor der österreichischen Wirtschaft.

Der kräftige Aufschwung werde sich, gestützt auf das "hervorragende Binnen- und Exportnachfrageumfeld", auch 2018 fortsetzen, erwarten die Ökonomen. "Wir sind optimistisch, dass mit einem dynamischen Start ins Jahr ein Produktionsplus von bis zu 4 Prozent möglich sein wird. Die Industrie wird damit auch 2018 die treibende Kraft der österreichischen Wirtschaft sein", sagt Ökonom Stefan Bruckbauer. (apa/red)

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