Elektroindustrie

Oberösterreichischer Batteriehersteller Banner will 200 neue Jobs schaffen

Der Leondinger Zulieferer Banner will mit der Produktion von Blei-Säure-Batterien für Autos und Elektroautos weiter wachsen. In nächster Zeit sind 35 Millionen Euro an Investitionen und bis zu 200 neue Arbeitsplätze geplant.

Der Batteriehersteller Banner mit Sitz in Leonding bei Linz hat im Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende März) den Gruppenumsatz um 14 Mio. auf 272 Mio. Euro gesteigert und plant weiteres Wachstum. In den kommenden 18 Monaten will man 15 Mio. Euro in die Zentrale stecken und rund 20 Mio. in einen neuen Standort im nahen Pasching. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren 180 bis 200 neue Jobs entstehen.

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"Weil jedes E-Fahrzeug auch eine Blei-Säure Batterie hat"

Banner erzeugt und verkauft Blei-Säure-Batterien, großteils für Autos und Lkw. Rund zehn Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen mit Industriebatterien - also etwa für Stapler. Für die Zukunft gaben sich der kaufmännische Geschäftsführer Andreas Bawart sowie Marketing- und Vertriebsleiter Franz Märzinger in der Bilanzpressekonferenz optimistisch: Der Blei-Säure-Markt werde in den kommenden 10 bis 15 Jahren weiter wachsen.

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Bei der E-Mobilität sieht man sich ebenfalls mit an Bord, "weil jedes Elektrofahrzeug auch eine Blei-Säure Batterie für die Versorgung des Bordnetzes hat", so Märzinger. Diese Produkte seien zudem "zu 100 Prozent recycelbar", erklärte Bawart. Sowohl das Blei als auch der Kunststoff und die Säure würden in der EU von eigenen Hütten zur Gänze wiederaufbereitet

Letztes Jahr 4,5 Millionen Starterbatterien verkauft

Insgesamt hat Banner im abgelaufenen Geschäftsjahr 4,5 Mio. Starterbatterien verkauft, das ist ein Plus von rund 400.000 Stück. 95 Prozent der Produktion gehen in den Export, wobei der Hauptmarkt Europa ist, gefolgt von Asien und dem Fernen Osten, wo vor allem Besitzer deutscher Autos mit Banner-Batterien nachrüsten. Das Umsatzplus ist u.a. der Nachfrage nach Produkten mit der Start-Stopp-Technologie geschuldet, mit der man bis zu 5 Prozent Treibstoff spare, sagte Bawart.

Proteste von Anwohnern gegen geplanten Neubau in Pasching

Was den geplanten Neubau in Pasching betrifft, so erwartet Banner - nachdem man wegen Bürgerprotesten und drohenden Verzögerungen durch eine nötige UVP umgeplant hat - noch heuer eine positive Entscheidung der Behörden. Am neuen Standort soll künftig die Endfertigung Platz finden.

Bis zu 200 neue Arbeitsplätze geplant

Banner will in Pasching 20 Mio. Euro investieren und 80 bis 100 Jobs schaffen. In Leonding sollen zudem binnen 18 Monaten 15 Mio. Euro in neue Produktionskapazitäten fließen und in den kommenden Jahren ebenfalls 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Insgesamt beschäftigt Banner derzeit rund 800 Mitarbeiter, davon 520 in Leonding. (apa/red)

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