Hafen Triest kann der Coronakrise standhalten

Der für Österreichs Wirtschaft besonders bedeutende Hafen Triest hält der Coronavirus-Krise Stand. Trotz eines leichten Rückgangs beim Containerverkehr im März sei ein Zuwachs beim Fährenverkehr gegenüber März 2019 gemeldet worden, berichtete der Präsident der Hafenbehörde von Triest, Zeno D'Agostino.

Der Hafen Triest, der größte in Italien in Sachen Warentransport, profitiere von den beträchtlichen Investitionen der vergangene Jahre in die Bahnverbindungen. Dadurch sei der Hafen wettbewerbsfähiger geworden, vor allem in einer Zeit, in der der Straßentransport starken Einschränkungen unterzogen sei. "Unser intermodales Verkehrsnetz, das von Belgien bis Ungarn reicht, ist von strategischer Bedeutung für den Halt des Hafens", erklärte D'Agostino laut Medienangaben.

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Viele Länder, die für den Hafen Triest von wesentlicher Relevanz seien, wie Österreich, Deutschland, Ungarn, die Tschechische Republik und die Slowakei, hätten sich für den Lockdown gegen die Coronavirus-Epidemie entschlossen. "Wir rechnen daher in den nächsten Tagen mit einem Rückgang beim Verkehrsvolumen. Die Bahn bleibt jedoch ein starkes und strukturelles Element unserer Wettbewerbsfähigkeit", sagte D ´Agostino.

Enrico Samer, Präsident der Logistikfirma "Samer&Co. Shipping", sprach von einem Rekordmärz für die Seeschifffahrt. Vor allem die Verbindungen zur Türkei seien angesichts der Probleme beim Lkw-Transit über den Balkan besonders gefragt. Stark sei angesichts des Mangels an Lkw-Fahrern auch die Nachfrage nach Bahnverbindungen. (apa/red)

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