Stahlindustrie

EU prüft Fusion: Thyssen und Tata fordern mehr Zeit

Das Ringen zwischen Thyssenkrupp, dem indischen Konzern Tata Steel und der EU-Kommission geht weiter. Die Stahlhersteller fordern mehr Zeit, um einen neuen Vorschlag vorzulegen. Brüssel hat sich wiederholt skeptisch zur geplanten Fusion gezeigt.

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Im Ringen mit der EU-Kommission um die Genehmigung ihrer Stahl-Fusion wollen Thyssenkrupp und Tata Steel mehr Zeit. Die Konzerne hätten sich mit der Kommission darauf verständigt, eine Fristverlängerung in der Prüfung durch die EU-Wettbewerbshüter um acht Werktage zu beantragen, erklärte ein Thyssenkrupp-Sprecher.

Damit hätten die Unternehmen mehr Zeit, um einen Vorschlag vorzulegen, der auf die Bedenken der EU-Kommission gegen die Fusion eingehen soll. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir die Transaktion im Frühjahr abschließen können."

Zu den Plänen bei Thyssenkrupp:
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Thyssenkrupp und Tata wollen einen Stahlkonzern mit 48.000 Mitarbeitern schmieden - den zweitgrößten in Europa nach ArcelorMittal. Die EU-Wettbewerbshüter hatten in der Vergangenheit klar gemacht, dass sie für eine Genehmigung Zugeständnisse der Konzerne erwarten, um wettbewerbliche Bedenken gegen die Pläne auszuräumen. (reuters/apa/red)

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