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EU-Ökonomen: Bedrohlicher Aufstieg Chinas bei Schlüsseltechnologien

Führende Ökonomen warnen Europa vor nachlassender Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Die EU müsse mehr tun, damit Firmen besonders bei Schlüsseltechnologien nicht den Anschluss verpassen.

Führende Ökonomen haben die EU vor nachlassender Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen gewarnt. Vor allem der Aufstieg Chinas sei eine Bedrohung. Die EU müsse daher mehr unternehmen, damit Firmen in Schlüsseltechnologien nicht den Anschluss verpassten, heißt es in einer vorgelegten Studie eines Sachverständigenrats (European Economic Advisory Group).

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Die EU müsse die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen verbessern, um Wissenschaft, Technologie und Innovationen voranzutreiben. Der Binnenmarkt müsse vertieft werden. Grenzüberschreitende Netzwerke für Daten, Kommunikationen, Energie und Verkehr müssten besser werden, so der Sachverständigenrat, dem auch ifo-Chef Clemens Fuest angehört.

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Bessere Vernetzung von Unternehmen innerhalb Europas gefordert

Die Europäische Union könne die Herausforderungen nur bestehen, wenn ihre Mitgliedsstaaten besser zusammenarbeiten. So solle die EU-Kommission eine Initiative für eine gemeinsame europäische Investitions-Politik im Ausland ergreifen.

Die weltweiten Rahmenbedingungen wandelten sich rasant. Die wirtschaftspolitischen Beziehungen zu den USA hätten sich verschlechtert. Ein ungeordneter Ausstieg Großbritanniens aus der EU könnte die Beziehungen zum Vereinigten Königreich schwer beschädigen. Zugleich werde China wirtschaftlich und politisch immer stärker.

Auf politischer Ebene gibt es derzeit in der EU Anstrengungen für eine stärkere wirtschaftspolitische Zusammenarbeit. Deutschland und Frankreich wollen eine gemeinsame Industriestrategie vorlegen. Ziel ist es, mehr "europäische Champions" zu schaffen, die im globalen Wettbewerb mit Konzernen aus den USA und Asien bestehen können. (dpa/apa/red)

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