Brexit

Brexit: Konsequenzen für den MASCHINENBAU

Die britische Regierung muss ihre Beziehungen mit der Europäischen Union nach dem Votum der Bürger für einen Austritt aus der Staatengemeinschaft neu regeln. Weitreichende Konsequenzen für den Standort Europa zeichnen sich ab. Hier die wichtigsten.

Der als Rückgrat der Wirtschaft in Österreich wie in Deutschland geltende Maschinenbau fürchtet nach der Entscheidung der britischen Bevölkerung für einen Brexit einen Orderrückgang.

"Die Entscheidung für den Austritt Großbritanniens aus der EU ist ein Alarmsignal für die Unternehmen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VDMA, Thilo Brodtmann.

Offene Fragen für Firmen mit britischen Konzerntöchtern

Der Brexit werde den Industriestandort Europa viel Vertrauen bei Investoren kosten. "Es wird nicht lange dauern, bis unsere Maschinenexporte nach Großbritannien spürbar zurückgehen werden."

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Völlig unklar sei zudem, was auf Unternehmen mit britischen Tochtergesellschaften zukommt. "Die EU muss jetzt den Schaden eindämmen und die Phase der Unsicherheit möglichst kurz halten. Europas Unternehmen brauchen Planungssicherheit und einen verlässlichen Fahrplan für den Austritt", so Brodtmann.

UK ist sehr viel wichtiger als Russland

Für den deutschen Maschinenbau war Großbritannien 2015 der viertwichtigste Auslandsmarkt mit 7,2 Mrd. Euro Exportvolumen hinter den USA (16,8 Mrd. Euro), China (16 Mrd. Euro) und Frankreich (9,8 Mrd. Euro). (ag./apa/red)

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