Brexit

Brexit: Die Konsequenzen laut EU-RECHT

Die britische Regierung muss ihre Beziehungen mit der Europäischen Union nach dem Votum der Bürger für einen Austritt aus der Staatengemeinschaft neu regeln. Weitreichende Konsequenzen für den Standort Europa zeichnen sich ab. Hier die wichtigsten.

Grundlage der Verhandlungen ist Artikel 50 des EU-Vertrages von Lissabon, der den Austritt eines Mitgliedslandes aus der Union möglich macht. Demnach hat Großbritannien zwei Jahre Zeit, um die Bedingungen der Scheidung auszuverhandeln.

Der britische Premierminister David Cameron will es seinem Nachfolger überlassen, der EU diese Mitteilung zu übergeben. Sobald Artikel 50 von der britischen Regierung in Brüssel angemeldet ist, gibt es kein Zurück mehr und die Uhr beginnt zu ticken. Sollte nach zwei Jahren kein Abkommen stehen, sind die EU-Gesetze im Vereinigten Königreich nicht mehr gültig.

Die neuen Vereinbarungen müssen nicht nur in London und Brüssel, sondern auch von der Mehrheit der übrigen 27 EU-Staaten abgesegnet werden. Experten rechnen mit extrem komplexen Gesprächen, die es zuvor noch nie gegeben hat. (reuters/apa/red)

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