Bahnindustrie

Bombardier Flexity: "Eine Weltneuheit aus Wien für Wien"

Der Bahnindustriekonzern Bombardier präsentiert an seinem Wiener Standort eine neue Generation der Straßenbahn Flexity - "erdacht und gemacht in dieser Stadt und für diese Stadt,“ so Bombardier Österreich-Chef Christian Diewald.

Bombardier präsentiert die neue Straßenbahngeneration bei einer Probefahrt über die Wiener Ringstraße - eine gute Gelegenheit, die eigene Ingenieurskunst zu loben. Man sei sehr stolz, das Modell „Flexity“ aus Wien für Wien zu liefern, so Bombardier Österreich-Chef Christian Diewald.

"In den letzten Monaten haben unsere Ingenieure am Standort Donaustadt zigtausende Stunden daran getüftelt. Das Resultat kann sich sehen lassen." Das Fahrzeug sei "eine Weltneuheit, erdacht und gemacht in dieser Stadt und für diese Stadt.“

Ein 562 Millionen Euro schwerer Auftrag

Nach einer monatelangen Testphase haben nun die Vorbereitungen für den realen Fahrgastbetrieb auf den Schienen der Stadt begonnen, so der Hersteller. Ende des Jahres sollen die ersten neuen Straßenbahnzüge dann in ganz Wien unterwegs sein.

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Bis 2025 liefert Bombardier 119 Fahrzeuge an die Stadt Wien. Abhängig von der Netz- und Fahrgastentwicklung besteht die Option auf 37 weitere Garnituren. Außerdem gibt es Wartungsverträge für 24 Jahre. Diese würden auch in Zukunft den reibungslosen Betrieb der neuen Straßenbahnen garantieren, so der Hersteller. Das gesamte Auftragsvolumen beläuft sich auf 562 Millionen Euro.

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Gesamte Produktion in Wien

Das Werk von Bombardier in Wien-Donaustadt sei im Konzern das weltweite Kompetenzzentrum für Straßenbahnen, heißt es bei Bombardier.

Christian Diewald verweist auch auf die Produktion der „Flexity“-Straßenbahnen - hier sei "eine wahre Besonderheit", dass sie "zur Gänze in Wien gefertigt werden". An der Produktion der Flexity arbeiten in Dnaustadt demnach rund 500 Mitarbeiter.

Ende Juli wurden den Wiener Linien für Schulungszwecke zwei Fahrzeuggarnituren übergeben, die seitdem im gesamten Straßenbahnnetz unterwegs sind. Aktuell werden 60 Fahrer auf den neuen Garnituren eingeschult, auch das Werkstattpersonal der Wiener Linien beschäftigt sich damit.

Niedrigste Einstiegshöhe weltweit

Mit einer Einstiegshöhe von 215 Millimeter werden in Wien auch künftig Straßenbahnen mit der niedrigsten Einstiegshöhe weltweit unterwegs sein, so Bombardier. Die neuen Garnituren haben demnach Platz für 211 Fahrgäste.

Eckdaten zur Bahnindustriesparte von Bombardier

Bombardier Transportation ist ein weltweit tätiger Hersteller von Bahntechnik und verfügt über das breiteste Portfolio der Branche. Zur Produktpalette zählen das gesamte Spektrum schienengebundener Fahrzeuge, Fahrzeugkomponenten sowie Signal- und Steuerungstechnik. Zudem bietet das Unternehmen komplette Transportsysteme in den Bereichen Bahndienstleistungen und Elektromobilität.

Mit seinen Produkten und Dienstleistungen ist der Konzern in über 60 Ländern vertreten. Bombardier Transportation hat rund 39 850 Beschäftigte. Die Konzernzentrale befindet sich in Berlin.

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Eckdaten zu Bombardier

Der Konzern Bombardier verfügt mit mehr als 69.500 Mitarbeitern über eine Sparte für Flugzeugbau und die Bahnindustrie. Zuletzt hatte der Hersteller mit erheblichen Problemen in der Flugzeugsparte zu kämpfen. Teile daraus gingen an Airbus.

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Mit Hauptsitz in Montréal, Kanada, verfügt Bombardier über Produktions- und Entwicklungsstandorte in 28 Ländern in den Geschäftsbereichen Transportation, Business Aircraft, Commercial Aircraft sowie Aerostructures und Engineering Services. Die Aktien von Bombardier werden an der Börse von Toronto (BBD) gehandelt. Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2017 erzielte Bombardier einen Umsatz in Höhe von 16,2 Mrd. US-Dollar.

(red)

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