Wirtschaftspolitik

BDI: Europas Industrie muss Abhängigkeit von USA reduzieren

Der Bundesverband der Deutschen Industrie ruft die Wirtschaft in Europa dazu auf, sich in einem vereinten Kraftakt aus der Abhängigkeit von der USA zu lösen. Man müsse Europa stärken, um eigene europäische Interessen zu wahren.

Angesichts des sich verschärfenden Handelskonflikts zwischen Washington und Peking hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die Wirtschaft in Europa dazu aufgerufen, sich in einem vereinten Kraftakt aus der Abhängigkeit von der USA zu lösen.

"Europa muss sich überlegen, wie es sich in diesem Umfeld als eigenständiger globaler Spieler aufstellen kann", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf der "Welt am Sonntag". Die Entwicklung zwischen den USA und China "macht uns Sorgen", fügte er hinzu.

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Huawei auf "schwarze Liste" gesetzt

Der Handelsstreit zwischen Washington und Peking hatte sich zuletzt wieder zugespitzt. Die USA setzten den chinesischen Mobilfunkkonzern Huawei auf eine schwarze Liste, weil sie Spionage befürchten, was Huawei vehement bestreitet. Trump untersagte Unternehmen seines Landes zudem per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Als Hauptziel gilt auch hier Huawei. Tatsächlich sind vom US-amerikanischen Vorgehen gegen Huawei auch ausländische Unternehmen betroffen, deren Produkte einen US-Wertanteil von mehr als 25 Prozent beinhalten.

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BDI-Chef Kempf sagte, er fürchte in diesem Zusammenhang "um die globalen Wertschöpfungsketten, die deutsche Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut haben". "Wir sollten in der Lage sein, unsere eigenen Interessen zu wahren", forderte Kempf. Weil einzelne Staaten dafür zu klein seien, müsse man die EU stärken. (AFP/Reuters/apa/red)

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