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Asamer verlässt Libyen

Die oberösterreichische Asamer-Gruppe hat ihr Libyen-Engagement beendet und zwei Zementwerke veräußert. Recht hoch dürfte der Kaufpreis nicht gewesen sein, schreiben die oberösterreichischen Nachrichten, nachgeschossen worden sei aber nichts, wird hingegen vonseiten Asamer versichert.

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Die als Sammelbecken für den Abverkauf von Asamer-Beteiligungen zuständige QuadraCir habe das Libyen-Geschäft abgestoßen, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten". Die beiden Zementwerke seien veräußert worden, "recht hoch dürfte der Kaufpreis aber auch nicht gewesen sein", schreibt die Zeitung. Nachgeschossen worden sei nichts, so Jörn Trierweiler, der als Liquidator und Abwickler der QuadraCir AG eingesetzt ist, in den "OÖN". Asamer hatte die zwei Werke 2007 um 125 Millionen Euro erworben. Nun wurden sie an einen Investor mit libyschen Wurzeln verkauft.

Das mehr als 50 Firmen umfassende Portfolio werde sukzessive verkleinert, verkauft worden seien unter anderem Beteiligungen rund um Kies und Beton in Osteuropa und im Nahen Osten, so die "OÖN". Noch immer Teil der QuadraCir seien die Beton- und Kiesaktivitäten in Rumänien, die Rohstoffaktivitäten in Rumänien und Russland und auch das Betonwerk in Sotschi. Bei der in Russland tätigen Isoroc, an der QuadraCir rund 49 Prozent hält, ist derzeit nicht an einen Verkauf gedacht.

Trierweiler sagte zu den "OÖN", es gebe keinen fixen Zeitplan für die Abwicklung der Asamer-Firmen. Die Höhe der Einnahmen sei nicht einmal annähernd absehbar, er sei aber nicht unzufrieden mit der Entwicklung der Unternehmenswerte und deren Verwertung. Die QuadraCir in Liquidation muss laut Zeitung durch die Verwertung von Firmenbeteiligungen die Schulden des Asamer-Konzerns abbauen. Mit der Asamer Bausstoffe AG (ABAG) werde eine Zukunftsstrategie verfolgt. Die ABAG ist auf das Kerngeschäft mit Kies, Stein und Beton konzentriert und hat 2014 einen Umsatz von 165,9 Millionen Euro und einen Überschuss von 9,4 Millionen Euro erzielt. (apa)