Elektroindustrie

Voith will steirischen Motorenhersteller Elin übernehmen

Der deutsche Technologiekonzern Voith will die Mehrheit von 70 Prozent am Weizer Hersteller Elin Motoren übernehmen, der auf Elektromotoren für die Industrie spezialisiert ist - von Großserie bis Kleinstserie.

Der deutsche Technologiekonzern Voith will 70 Prozent des österreichischen Elektromotorenherstellers Elin Motoren GmbH mit Sitz in Weiz übernehmen. Der Kaufvertrag wurde am Freitag unterzeichnet, wie die beiden Unternehmen Samstag in einer Aussendung bekannt gaben. Der Abschluss der Transaktion wird für Anfang des zweiten Quartals 2020 erwartet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Motoren für die Industrie Von Großserie bis zur Kleinstserie

Die Elin Motoren GmbH produziert elektrische Motoren und Generatoren in Großserie, Kleinserie sowie individuelle Lösungen für Industrieanwendungen. Dabei fokussiert sich das Unternehmen auf elektrische Maschinen, Motoren im Niederspannungs- und Mittelspannungsbereich und Generatoren, insbesondere für die Windenergie sowie die dezentrale Energieerzeugung. Zielmärkte sind Windenergie, Kunststoff, Tunnel und Bergbau, Öl und Gas, Anlagenbau sowie Kraftwerke.

Voith mit der Zentrale im deutschen Heidenheim ist eigenen Angaben zufolge in zahlreichen Branchen Technologieführer in der Antriebstechnik. Das Portfolio von Elin sei eine "hervorragende Ergänzung", wie Voith-Vorstandssprecher Uwe Knotzer erklärte. Der Deal steht unter dem Vorbehalt, dass alle behördlichen Genehmigungen erteilt werden.

White Paper zum Thema

Eckdaten zu Elin Motoren

Die Elin Motoren GmbH wurde 1892 im steirischen Weiz gegründet. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 1.000 Mitarbeiter, 440 davon (Stand Ende 2018) in Weiz. Produziert wird in Österreich, Ungarn sowie Bosnien-Herzegowina, der Umsatz lag zuletzt bei 120 Mio. Euro. Elin verfolge ebenso wie Voith eine Digitalisierungsstrategie für industrielle Anwendungen, sagte Vorstandssprecher Wolfgang Landler. (apa/red)