Energiemarkt

USA wollen große Energieprojekte in Osteuropa finanzieren

Die USA werden nach Worten von Außenminister Mike Pompeo Energieprojekte in Mittel- und Osteuropa finanzieren, um die Unabhängigkeit der dortigen Länder von Energie aus Russland zu fördern - und nebenbei auch den Absatz eigener Rohstoffe.

Die USA werden nach Worten von Außenminister Mike Pompeo Energieprojekte in Mittel- und Osteuropa finanzieren, um die Unabhängigkeit der dortigen Länder von Energie aus Russland zu fördern. "Ziel sei es, Investitionen im Privatsektor im Energiebereich dieser Länder zu fördern, sagte Pompeo vor wenigen Tagen bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

Dadurch sollten "die Freiheit und die Demokratie in der Welt geschützt werden", kündigte Pompeo an. "Als Zeichen der Unterstützung der Souveränität, des Wohlstands und der Unabhängigkeit im Energiebereich unserer europäischen Freunde würden die USA bis zu eine Milliarde Dollar an mittel- und osteuropäische Länder der Drei-Meere-Initiative bereitstellen."

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund der US-Kritik an dem Pipelineprojekt Nord Stream 2. Mit der Pipeline von Russland nach Deutschland soll russisches Gas durch die Ostsee direkt nach Westeuropa transportiert werden - unter Umgehung des Ostens Europas. Washington ist der Auffassung, dass die Pipeline Russland zu viel Einfluss über Sicherheits- und Wirtschaftsaspekte in Westeuropa gibt.

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Die Drei-Meere-Initiative vereint zwölf EU-Staaten, darunter Anrainer der Ostsee, der Adria und des Schwarzen Meeres. Ziel der Initiative ist die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Sicherheit insbesondere gegenüber Russland, das viele der Mitgliedstaaten als direkte Bedrohung empfinden. (afp/apa/red)