Stahlindustrie

US-Strafzölle: Kanada und Mexiko sollen Stahl aus China wegblocken

Die USA haben jetzt ihren Nachbarn Kanada und Mexiko die Strafzölle auf Stahl erlassen. Dafür fordert Washington, dass die beiden Nachbarländer verhindern, dass Dumpingstahl aus China auf Umwegen in die USA gelangen kann.

Die USA und ihre Nachbarn Kanada und Mexiko haben sich nach übereinstimmenden Medienberichten auf eine Aufhebung der Sonderzölle für Stahl- und Aluminiumeinfuhren in die USA geeinigt. Die Zölle sollen binnen 48 Stunden abgeschafft werden, berichtete die "Washington Post". Ähnliche Berichte veröffentlichten der kanadische Sender CBC und die "Financial Times". Weiters dazu: Kanada und Mexiko fordern von den USA die Aufhebung der Strafzölle >>

Strafzölle waren seit Juni 2018 in Kraft

Für die Aufhebung der Zölle müssen die beiden US-Nachbarländer sicherstellen, dass chinesisches Stahl nicht über den Umweg Kanada oder Mexiko in die USA gelangen kann. Die Einigung gilt als wichtiger Schritt zur Ratifizierung des gemeinsamen neuen Freihandelsabkommens der drei Länder, das noch durch die Parlamente gebilligt werden muss. Trump hatte die Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren der Nachbarn am 1. Juni 2018 verhängt.

Anhebung der Zölle auf europäische Autos verschoben

Trump hatte bereits am Vortag die Stahlzölle für Einfuhren aus der Türkei deutlich abgeschwächt. Importeure müssen für Stahl aus der Türkei nur noch 25 statt bisher 50 Prozent zahlen. Die Entscheidung über die angedrohten Autozölle für Importe aus der EU und Japan hat er für ein halbes Jahr verschoben. (dpa/apa/red)

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Washington will offenbar vorerst keine Strafzölle auf Autoimporte aus Europa >>

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