Gummiindustrie

Ungarischer Ölkonzern MOL baut großes Werk für Gummibitumen

Der ungarische Ölkonzern Mol baut im Westen Ungarns ein Werk zur Herstellung von Gummibitumen. Die Fabrik soll 2020 in Betrieb gehen und pro Jahr eine halbe Million Altreifen verarbeiten.

Der ungarische Öl- und Gaskonzern MOL baut in der westungarischen Stadt Zalaegerszeg um 3 Mrd. Forint (9,3 Mio. Euro) ein Werk zur Herstellung von Gummibitumen. Die Investition werde vom ungarischen Staat mit 750 Mio. Forint gefördert und 2020 in Betrieb gehen, kündigte MOL-Chef Zsolt Hernadi an.

Halbe Million Altreifen pro Jahr 

Für die Herstellung von jährlich 20.000 Tonnen Gummibitumen werde eine halbe Million Altreifen benötigt, heißt es von MOL. Diese jährliche Produktionsmenge würde für die Asphaltierung von 200 km Verkehrswegen ausreichen, die sich vor allem durch eine längere Lebensdauer und geringere Lärmbelastung auszeichnen.

Bei der Technologie habe man mit der ungarischen Pannon-Universität zusammengearbeitet, sagte MOL-Vorstandschef Hernadi. Finanzminister Mihaly Varga betonte bei der Grundsteinlegung laut einem Bericht der Nachrichtenagentur MTI, das auch im internationalen Vergleich konkurrenzfähige Werk werde durch die Verarbeitung von Altreifen wesentlich zur Verringerung der Umweltbelastung beitragen. (apa/red)

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