Währungen

Türkei und Russland stellen von Dollar auf Rubel und Lire um

Russland und die Türkei wollen den Handel untereinander schrittweise auf ihre nationalen Währungen umstellen. Die stark unter Druck stehende türkische Lira hat zuletzt etwas zugelegt.

Russland und die Türkei wollen künftig für bilaterale Zahlungen ihre nationalen Währungen verwenden. Dafür habe der russische Finanzminister Anton Siluanov mit der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, teilte das russische Finanzministerium mit. Es soll den schrittweisen Übergang auf Zahlungen in Rubel und Türkische Lira einleiten.

Türkische Banken und Firmen sollen auf die russische Version des SWIFT-Zahlungssystems umsteigen und in der Türkei die Verwendung der russischen Kreditkarten MIR verbreiten, die von Moskau als Alternative zu MasterCard und Visa eingeführt wurden.

Türkische Lira hat zuletzt zugelegt

Die türkische Lira hat Ende vergangener Woche ihre Kursgewinne vom Vortag aus. Die USA und die Türkei hatten sich am Donnerstagabend überraschend auf eine Kampfpause in Nordsyrien geeinigt und damit Hoffnung auf eine nachhaltige Deeskalation der Lage in der Region geweckt.

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Eurokurs gewinnt leicht

Auch der Eurokurs hat zuletzt etwas zugelegt. Ende vergangener Woche kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1141 US-Dollar. Sie bewegte sich damit auf dem Niveau aus dem frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1144 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8973 (0,8999) Euro.

Der mögliche Austritt von Großbritannien aus der EU bleibt im Blick des Devisenmarktes, auch wenn sich die Kursausschläge in Grenzen hielten. Vergangene Woche war das britische Pfund zeitweise auf den höchsten Stand seit Mai gestiegen. Die Gewinne wurden jedoch teilweise wieder abgegeben. Es ist schließlich alles andere als sicher, ob der Kompromiss über den EU-Ausstieg am Samstag die notwendige Mehrheit im britischen Parlament findet. Fraglich ist auch, ob im Fall einer Ablehnung eine erneute Verlängerung der EU-Mitgliedschaft möglich ist. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron lehnt eine Verlängerung ab und erhöht so den Druck auf die Abgeordneten.

Gold wieder billiger zu haben

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86435 (0,86840) britische Pfund, 120,97 (120,81) japanische Yen und 1,0996 (1,0991) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1490 Dollar gehandelt. Das war rund ein Dollar weniger als am Vortag. (reuters/dpa/apa/red)