Personalia

Suche nach Ametsreiter-Nachfolge läuft auf Hochtouren

Nach dem überraschenden Abgang von Telekom-Austria-Chef Hannes Ametsreiter per Ende Juli läuft derzeit hinter den Kulissen die Chefsuche auf Hochtouren. Ein Nachfolger soll "so schnell wie möglich" präsentiert werden, hieß es aus der Staatsholding ÖBIB. Die Republik Österreich könnte dabei eventuell als Miteigentümer auf den Chefsessel verzichten.

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Für Aufregung sorgen zurzeit Medienberichte, wonach die Republik Österreich als Miteigentümer auf den Chefsessel verzichten will und damit dem mexikanischen Telekom-Mehrheitseigentümer America Movil des Milliardärs Carlos Slim das Ruder überlässt. Österreich ist laut Kurier bereit, den Generaldirektor der Telekom-Konzernholding, für den laut Syndikatsvertrag die ÖBIB das Nominierungsrecht hat, an America Movil im Abtausch für den Finanzchef abzugeben.

ÖBIB-Chefin Martha Oberndorfer betont, dass noch keine Entscheidung getroffen wurde, der Prozess sei noch in einem frühen Stadium. Derzeit bereite die ÖBIB die Entscheidungsgrundlagen vor: "Wir suchen die beste Lösung für die Telekom, um das Unternehmen für die Zukunft optimal aufzustellen", sagte sie dem "Kurier". America Movil hält 59,7 Prozent der Telekom-Anteile, die ÖBIB 28,4 Prozent.

Ametsreiter verlässt am 31. Juli 2015 nach fast 20 Dienstjahren, die letzten sechs als Vorstandschef, den teilstaatlichen Ex-Monopolisten. Der Telekom-Chef hat um eine einvernehmliche vorzeitige Vertragsauflösung ersucht. Sein Vertrag wäre regulär bis 2018 gelaufen, hätte aber auch vorzeitig per Jahresende 2016 gelöst werden können. Per 1. Oktober wird Ametsreiter neuer Chef von Vodafone Deutschland. (apa)