Erdgas

Rückschlag für Gazprom mit Nord Stream 2

Für den russischen Gasriesen Gazprom hat es beim Bau der neuen Gasröhre Nord Stream 2, bei der sich auch die österreichische OMV engagiert, einen Rückschlag gegeben. Die deutsche Bundesnetzagentur urteilt, eine Fertigstellung der Pipeline sei eine Voraussetzung für eine Freistellung.

Für die Gaspipeline Nord Stream 2, bei der sich auch die österreichische OMV engagiert, hat es in Deutschland einen Rückschlag gegeben. Wie das "Handelsblatt" berichtete, lehnt die Bundesnetzagentur nämlich einen Antrag der Nord Stream 2 AG auf Freistellung der Ostsee-Pipelinge von der EU-Regulierung ab.

Gazprom hatte Freistellung von EU-Regeln beantragt

Zur Begründung heiße es, Nord Stream 2 erfülle mangels Fertigstellung nicht die Voraussetzungen des Energiewirtschaftsgesetzes für eine Freistellung von der Regulierung. Die Nord Stream 2 AG, die zu 100 Prozent dem russischen Konzern Gazprom gehört, hatte Anfang 2020 beantragt, dass die Pipeline von der EU-Regulierung freigestellt wird.

Polen und Ukraine wollen nicht auf bisherige Anteile verzichten

Nord Stream 2 soll Gas von Russland nach Deutschland transportieren. Das Projekt ist umstritten, insbesondere osteuropäische Staaten und die USA bekämpfen es, weil sie dadurch die Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas vergrößert sehen. Auch Umweltschützer treten gegen das Großprojekt auf. An der Finanzierung von Nord Stream 2 beteiligt sind unter anderem auch die österreichische OMV, die BASF-Tochter Wintershall und der Versorger Uniper. (reuters/apa/red)

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