Zulieferindustrie

Rückgänge bei Bosch Österreich - kein Personalabbau geplant

Bosch-Österreich-Chef Helmut Weinwurm erwartet heuer einen krisenbedingten Umsatzrückgang von bis zu 20 Prozent - Personalabbau sei aber nicht geplant. Trotzdem sei in den Produktionsbetrieben in Linz und Hallein noch eine Weile Kurzarbeit nötig.

Bosch-Österreich-Chef Helmut Weinwurm erwartet für sein Unternehmen heuer einen krisenbedingten Umsatzrückgang von 15 bis 20 Prozent. Im Vorjahr hatte es 1,4 Mrd. Euro Umsatz gegeben. Personalabbau sein nicht geplant, sagte er den "Salzburger Nachrichten", Kurzarbeit sei aber in den Produktionsbetrieben in Linz und Hallein noch eine Weile nötig.

In Hallein werde die Kurzarbeit im Bereich Abgasnachbehandlung von Nutzfahrzeugen (Dnox) und Verwaltung um drei Monate verlängert, Mitte August folgen die Mitarbeiter aus dem Produktionsbereich für Großmotoren-Einspritzausrüstungen. Damit werde bis auf Führungskräfte und Lehrlinge der gesamte Standort Hallein mit rund 1.000 Mitarbeitern im Kurzarbeitsmodell sein. Wie lange, das sei noch offen, 2020 werde aber ein schwaches Jahr werden, so Weinwurm.

Noch offen sei auch, wie es mit dem Bereich Abgasnachbehandlung in Hallein-Rif weitergeht. Abgesichert ist das Geschäft über eine Betriebsvereinbarung bis 2022. Eine Verlagerung nach China sei "tatsächlich nur ein Gerücht", so Weinwurm in den "SN". Konkreteres dazu sage er allerdings nicht.

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Für die Kesselproduktion in Bischofshofen prüfe das Unternehmen Kurzarbeit ab September, da sich das Geschäft abschwäche. Hausgeräte und Elektrowerkzeuge seien hingegen gut nachgefragt, da wurde Kurzarbeit beendet. Auch beim Entwicklungsstandort in Wien mit den Schwerpunkten Motorsteuerungen für alle Antriebsarten, darunter E-Mobilität und Brennstoffzellen, gebe es weniger Sorgen. Hier neue Projekte an den Standort zu bringen sei derzeit eine seiner Hauptaufgaben, sagt Weinwurm. (apa/red)