Erdgas

Polen zu Gazprom: "Einer der höchsten Gaspreise weltweit"

Der staatliche polnische Gaskonzern PGNiG will seinen Liefervertrag mit dem russischen Staatsriesen gazprom nicht über die gegenwärtigen Laufzeit verlängern. "Wir zahlen einen der höchsten Gaspreise weltweit", heißt es in Warschau.

Der staatliche polnische Gaskonzern PGNiG will seinen Vertrag über Gaslieferungen aus Russland nicht über die gegenwärtigen Laufzeit bis Ende 2022 hinaus verlängern. Darüber habe man den russischen Lieferanten Gazprom informiert, teilte PGNiG mit. Zur Begründung hieß es, die Diversifizierung der polnischen Gasversorgung schreite voran.

Mehr LNG und mehr Gas aus Norwegen

Man werde die Lieferungen von Flüssigerdgas ausbauen und habe außerdem von Norwegen Rechte für das Fördern von Gasvorkommen in der Nordsee erworben. Die Gasversorgung sei auch nach 2022 gesichert, so dass Polen den Vertrag mit Russland auslaufen lassen könne.

Finanzminister Jerzy Kwiecinski sagte laut Nachrichtenagentur Pap, Polen sei auf dem richtigen Weg zur Unabhängigkeit bei der Energieversorgung. Dies gelte besonders bei Gas. Sein Land wolle zwar nicht vollständig auf russisches Gas verzichten. Man könne es sich aber nicht leisten, "einen der höchsten Gaspreise weltweit" zu bezahlen. Warschau wolle als ernstzunehmender Partner gleichberechtigt behandelt werden. (dpa/apa/red)

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