Russland

Ölkonzern Rosneft verlässt Venezuela

Der russische Ölkonzern Rosneft zieht sich aus Venezuela zurück - die Tochterfirma wird verkauft, alle Geschäfte eingestellt. Gründe nennt Rosneft nicht.

Der größte russische Ölkonzern Rosneft zieht sich aus Venezuela zurück. Das teilte das Unternehmenabend in Moskau mit. Die Tochterfirma in dem südamerikanischen Land soll demnach verkauft und alle Geschäfte eingestellt werden. Gründe für diese Entscheidung wurden zunächst nicht genannt.

Russland als Verbündeter des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro will aber weiter in dem krisengeschüttelten Land aktiv bleiben. Nach Angaben der Regierung in Moskau wird statt Rosneft ein nicht näher genanntes Staatsunternehmen neuer Eigentümer an dem Unternehmen, wie die russische Staatsagentur Tass meldete.

Rosneft war bisher einer der letzten und größten ausländischen Investoren in Venezuela. Dessen Handelstochter mit Sitz in der Schweiz wurde zuletzt von den USA mit Sanktionen belegt. Zwar soll Venezuela über die größten Erdölreserven der Welt verfügen, aber der Staatskonzern PDVSA wurde über Jahrzehnte heruntergewirtschaftet und die Fördermenge ist stark zurückgegangen.

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Rosneft hielt Anteile an fünf Öl- und Erdgasfeldern, gewährte PDVSA Milliarden schwere Kredite und war der Hauptabnehmer für venezolanisches Erdöl. Zudem importierte der russische Konzern Benzin nach Venezuela. Der Kreml hatte zuletzt nach neuen US-Sanktionen betont, Venezuela weiter zu unterstützen. (dpa/apa/red)