Erdgas

Nord Stream 2: Berlin erwartet in Kürze Sanktionen der USA

Die deutsche Bundesregierung rechnet damit, dass Washington noch diese Woche Sanktionen gegen die neue Gasröhre durch die Ostsee auf den Weg bringt. Möglicherweise könnten diese Sanktionen aber ins Leere laufen.

Die deutsche Bundesregierung erwartet einem Zeitungsbericht zufolge noch diese Woche den endgültigen Beschluss zu US-Sanktionen im Zusammenhang mit der Gas-Pipeline Nord Stream 2 zwischen Deutschland und Russland.

Nord Stream 2 ist fast fertig

Man rechne mit einer Unterschrift von US-Präsident Donald Trump unter das entsprechende Gesetz spätestens bis Freitag, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf ein Schreiben des deutschen Wirtschaftsministeriums. Daher seien Behinderungen bei den Arbeiten in dänischen Gewässern nicht auszuschließen. Das Wirtschaftsministerium äußerte sich zu dem Schreiben nicht. Es verwies aber darauf, dass man solche extraterritorialen Sanktionen ablehne.

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Möglicherweise bleibt es bei einem symbolischen Schritt

Nord Stream 2 unter der Ostsee ist weitgehend fertiggestellt. Es fehlt allerdings noch eine Strecke in dänischen Gewässern, die vom schweizerisch-niederländischen Unternehmen "Allseas" ausgeführt werden soll. Diese könnte von Sanktionen der USA getroffen werden. Allerdings hat die deutsche Bundesregierung dem Bericht zufolge in dem Schreiben die Möglichkeit angedeutet, dass die Arbeiten in einer Übergangsfrist des Gesetzes von 30 Tagen beendet werden könnten und die Sanktionen daher nicht greifen könnten.

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Eckdaten zum Projekt

Nord Stream 2 ist die zweite Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland. Die USA lehnen das Projekt mit der Begründung ab, dass die Europäer sich von russischen Lieferungen abhängig machten. Zugleich wollen sie eigenes Gas nach Europa verkaufen. Hinter dem Projekt steht der russische Staatskonzern Gazprom, der die Hälfte der geplanten Gesamtkosten von 9,5 Mrd. Euro stemmen soll. Die andere Hälfte finanzieren fünf europäische Energieunternehmen, darunter Wintershall Dea, OMV sowie Royal Dutch Shell und die französische Engie. (reuters/apa/red)

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