Autohandel

Mitsubishi Österreich: Der Markt wird neu verteilt

Den Werkstätten von Mitsubishi Österreich werde auch beim politisch erwünschten Umstieg auf Elektroautos nicht die Arbeit ausgehen, sagt Geschäftsführer Kostelecky. Außerdem gibt es einen starken Kontrast zwischen Berichten über Elektroautos und der Wirklichkeit auf der Straße.

Mitsubishi Österreich sieht den Automarkt im Umbruch -  wohin es bei der Elektromobilität geht, wisse aber niemand. Auch wenn sie in aller Munde ist, die Zulassungszahlen sind bisher sehr überschaubar. Von Jänner bis November 2919 wurden gerade mal 8.551 reine Elektroautos verkauft, das entspricht 2,8 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen. Bei Hybrid-Fahrzeugen (Benzin/Elektro) waren es 11.086 Fahrzeuge.

Insgesamt wurden im Vorjahr (ohne Dezember) 306.681 Pkw verkauft, ein Rückgang um 4,7 Prozent im Jahresvergleich. Diesen bekam auch Mitsubishi zu spüren. Die Verkaufszahl gab um 11,3 Prozent auf 4.310 Fahrzeuge nach. Das entspricht einem Marktanteil von 1,4 Prozent, Marktführer VW kommt mit seiner Kernmarke auf 49.225 Autos (Anteil: 16,1 Prozent).

Mitsubishi-Geschäftsführer Andreas Kostelecky zeigte sich heute bei der Jahrespressekonferenz trotzdem zufrieden. Insbesondere der Pick-up L200 habe sich sehr gut verkauft, in dem Segment liege der Japaner bereits hinter dem Ford Ranger und dem VW Amarok auf Platz drei. Und auch im Kleinwagensegment laufe es gut, hier hofft Mitsubishi auf einem weiteren Schub durch die Neuauflage des Modells Space Star.

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Auf die Händler würden durch die Elektromobilität neue Herausforderungen hinzukommen. Dass ihnen aufgrund der einfachen Bauweise von E-Motoren die Arbeit abhanden kommt, glaubt Kostelecky aber nicht. Immerhin verkaufen sich Hybrid-Modelle besser als reine Elektrofahrzeuge und der Altbestand an Fahrzeugen besteht nahezu zu hundert Prozent aus Verbrennern. 810.691 Gebrauchtautos wurden alleine von Jänner bis November 2019 neu zugelassen.

Mit dem Regierungsprogramm von ÖVP und Grünen zeigte sich Kostelecky heute zufrieden. Eine Ökologisierung des Verkehrs ist durchaus sinnvoll und die Öffi-Offensive ist keine Konkurrenz, so der Automanager zur APA. (apa/red)

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