Anlagenbau

Lenzing bekommt Konkurrenz durch seine eigenen früheren Mitarbeiter

Eine Spezialität des Textilkonzerns Lenzing sind Lyocell-Fasern aus Holz. Jetzt plant eine Firma aus Oberösterreich ebenfalls Anlagen für Lyocell für Kunden aus aller Welt - etwa aus China. Die Firmengründer sind frühere Mitarbeiter von Lenzing.

Die börsennotierte Lenzing ist für Lyocell-Fasern aus dem Rohstoff Holz bekannt. Im oberösterreichischen Regau plant aber auch die Firma One-A für weltweite Betreiber Lyocell-Anlagen. Die Firmengründer sind frühere Lenzing-Mitarbeiter, die auch den Grundstein für die erste Lyocell-Anlage der Lenzing AG gelegt haben, schreiben die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN).

Vor neun Jahren kam der erste Auftrag aus China

One-A verwende aber eine andere Technologie als Lenzing und habe dafür eigene Patente, sagte Geschäftsführer Stefan Zikeli der Zeitung. Erster Kunde sei die frühere DSM (heute Thermo Fisher) im Linzer Chemiepark gewesen, 2010 sei der erste Auftrag aus China für die Realisierung einer Lyocell-Anlage gekommen.

One-A beschäftige 20 Mitarbeiter und mache je nach Projekten 30 bis 40 Millionen Euro Jahresumsatz. Auch wenn die Produktion Konkurrenz für Lenzing darstelle, seien die Kunden keine klassischen Faserhersteller.

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Zuletzt habe es sich um einen der reichsten Immobilieninvestoren Chinas gehandelt, der in den wachsenden Fasermarkt einsteigen will. Kürzlich habe ein türkischer Textilerzeuger den Bau einer Lyocell-Anlage in Südanatolien beauftragt. (apa/red)

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