Oberösterreich

High Tech Industries pleite - Rettung des Autozulieferers ging schief

Der oberösterreichische Autozulieferer HTI und seine operative Firmentochter Gruber & Kaja sind insolvent - der Versuch, den Fortbestand der Gruppe mit einem Verkauf zu sichern, hat nicht geklappt, weil es keine verbindlichen Angebote gab.

Der Verkauf des insolventen börsenotierten Autozulieferers High Tech Industries AG (HTI) ist gescheitert: Da keine verbindlichen Angebote gelegt worden sind, wurden sowohl im Insolvenzverfahren der HTI als auch in jenem der operativen Tochter Gruber & Kaja High Tech Metals GmbH die Sanierungsplananträge zurückgezogen, teilte HTI mit. Nun wird ein Konkursverfahren geführt.

Im August hatte zunächst die HTI-Tochter Gruber & Kaja in St. Marien bei Neuhofen, die auf einbaufertige Druckgusskomponenten aus Aluminium für die Autoindustrie spezialisiert ist und gut 200 Mitarbeiter beschäftigt, Insolvenz angemeldet und einige Tage darauf auch die Mutter HTI selbst.

INDUSTRIEMAGAZIN dazu:
HTI: Zum Scheitern verurteilt >>

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Die Masseverwalter gingen auf die Suche nach einem Käufer. Zur Option stand entweder nur das Filetstück Gruber & Kaja herauszuschneiden oder die gesamte Gruppe zu erwerben. Vor einem Monat noch war von drei ernsthaften Interessenten die Rede gewesen. Damals hatten die Masseverwalter die Angebotsfrist verlängert, um potenziellen Käufern mehr Zeit zu geben. Nun hat aber offenbar keiner ein entsprechendes Angebot gelegt. (apa/red)

Im Rückblick:
HTI mit Gruber&Kaja: Frist bis Ende Jänner verlängert >>  
HTI nach der Pleite: "Immer wieder Angebote" >>

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