Informationstechnologie

Firmensoftware: Siemens und SAP machen jetzt gemeinsame Sache

Siemens gilt als Weltmarktführer bei Software zur Industrieautomatisierung, SAP als Europas größter Hersteller von Software für Unternehmensplanung. Nun wollen beide ihre Programme zur Planung und Steuerung von Prozessen in Unternehmen miteinander verbinden.

Siemens und SAP wollen ihre Software zur Planung und Steuerung von Prozessen in Unternehmen künftig miteinander verbinden. Damit solle ein "digitaler Faden" über den gesamten Produktlebenszyklus von der Entwicklung über die Produktion bis zum Vertrieb und zur Buchhaltung entstehen, um die Fertigung zu optimieren, wie der Münchner Industriekonzern mitteilte.

Es gehe darum, die "Silos" aufzubrechen, in denen Entwicklungsabteilungen und der Rest des Unternehmens vielfach seit Jahrzehnten nebeneinander her arbeiteten. In einem ersten Schritt wollen die beiden deutschen Vorzeige-Unternehmen die Software des jeweils anderen mitvertreiben: SAP verkauft die "Teamcenter"-Software von Siemens, Siemens bietet seinen Kunden die "SAP S/4 HANA"-Produktfamilie zum Projektmanagement an.

Siemens will nun Computerprogramme von SAP verkaufen - und umgekehrt

Siemens gilt mit seiner Sparte "Digital Industries" als Weltmarktführer bei Software zur Industrieautomatisierung, SAP als Europas größter Softwarekonzern ist auf Unternehmensplanung spezialisiert. Ein Siemens-Sprecher betonte, die Partnerschaft sei nicht exklusiv.

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Beide Konzerne arbeiteten auch mit anderen Softwarepartnern zusammen. SAP hat mit "Leonardo" eine eigene Software für das Management von Produkt-Lebenszyklen im Angebot, die mit dem Siemens-"Teamcenter" konkurriert. (reuters/apa/red)