Energiewirtschaft

Einschnitte bei Siemens Energy - Folgen für Österreich noch offen

Vor dem Börsengang kündigt Siemens Energy Einschnitte in Höhe von einer Milliarde Euro an. Ziel ist eine höhere Rendite. Die Auswirkungen auf die großen Standorte der Sparte in Österreich sind derzeit noch offen.

Der vor einem Börsengang stehende Energiekonzern Siemens Energy prüft zusätzliche Einsparungen, um die Profitabilität zu steigern. Im Blick steht dabei zunächst die Sparte Gas and Power, die unter anderem das Kraftwerksgeschäft enthält.

Neben den bereits geplanten Einsparungen von 1 Milliarde Euro bis 2023 will Siemens Energy möglichst über 300 Millionen Euro brutto realisieren, teilte das Unternehmen auf einem Kapitalmarkttag in München mit.

In den kommenden Jahren soll so die Profitabilität gesteigert werden. Für den Gesamtkonzern, zu dem auch die Mehrheitsbeteiligung an dem ebenfalls börsennotierten Windanlagenbauer Siemens Gamesa gehört, strebt Siemens Energy eine angepasste operative Marge (Ebita) vor Sondereffekten von 6,5 bis 8,5 Prozent im Geschäftsjahr 2023 an, verglichen mit pro forma 5 Prozent im vergangenen Jahr.

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Siemens beschäftigt in Österreich 11.000 Menschen

Ob die Einsparungen auch Auswirkungen auf die Standorte in Österreich haben werden, könne man derzeit noch nicht sagen, sagte ein deutscher Konzernsprecher zur APA. Derzeit werde alles erst geprüft. Aktuell arbeiten für Siemens in Österreich insgesamt 11.000 Personen.

Für das Ende September endende Geschäftsjahr 2020 erwartet Siemens Energy einen deutlichen Rückgang, bedingt unter anderem durch die Coronapandemie sowie Probleme bei Siemens Gamesa. In den ersten neun Monaten hatte der neue Konzern unter dem Strich Verluste geschrieben. Siemens plant die Börsennotierung für das Energiegeschäft für Ende September. (dpa/apa/red)

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