Bestellungsrückgang

Deutsche Bahnindustrie sorgt sich um Aufträge

Die deutsche Bahnindustrie sorgt sich um ihre Aufträge. Die Bestellungen seien 2014 um über ein Drittel auf rund 9,5 Milliarden Euro geschrumpft, beklagte der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB).

Maschinenbau VDB Martin Lange

Angesichts der Russland-Sanktionen und der immer stärkeren chinesischen Konkurrenz sorgt sich die deutsche Bahnindustrie um ihre Aufträge. Die Zahl der Bestellungen liegt noch um zwei Milliarden unter der Prognose des Verbandes vom Herbst. "Das ist enttäuschend", sagte der Prognose des Verbandes vom Herbst. "Das ist enttäuschend", sagte VDB-Präsident Martin Lange. Dies trübe auch das Umsatzplus 2014 von rund einem Viertel auf den Rekordwert von 12,5 Milliarden Euro.

Lange machte für das Absacken der Aufträge die von der EU wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Russland-Sanktionen verantwortlich. Dies treibe Russland wiederum in die Hände Chinas, das in der Bahntechnik immer stärker auf den Export setze. Die Zughersteller in Deutschland müssten sich daher auf verschärften internationalen Wettbewerb einstellen.

Die weltweite Bahnindustrie hat einen Schwerpunkt in Deutschland. Je etwa die Hälfte des Umsatzes wird in In- und Ausland erzielt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg 2014 um vier Prozent auf gut 52.000. (apa/Reuters)