Autozulieferer

Continental und Osram wollen wieder getrennte Wege gehen

Die großen Zulieferer Continental und Osram wollen ihre gemeinsame Tochterfirma wieder auflösen. Grund sei die schwierige Marktsituation, heißt es bei Conti. Die Gemeinschaftsfirma ist auf Autobeleuchtung spezialisiert und beschäftigt 1.500 Menschen an 14 Standorten.

Der Autozulieferer Continental und der Lichtspezialist Osram wollen einen Schlussstrich unter ihr vor zwei Jahren gegründetes Gemeinschaftsunternehmen ziehen. Das Joint Venture mit 1.500 Mitarbeitern an 14 Standorten soll aufgelöst und das Geschäft wieder auf Conti und Osram aufgeteilt werden. Grund sei die schwierige Marktsituation in der Autoindustrie, die durch die Coronakrise verschärft worden sei, begründete Conti die Entscheidung.

Die Gewinnerwartungen für das Joint Venture könnten nicht erfüllt werden. Conti rechne nicht vor 2025 mit einer Rückkehr der weltweiten Fahrzeugproduktion auf das Vorkrisenniveau von 2017.

Erst 2018 hatten die beiden Konzerne die gemeinsame Firma für digitale Lichttechnik für die Autoindustrie gegründet. Sie strebten zunächst einen mittleren dreistelligen Millionenumsatz an. Conti ist schon länger von der Erfolgsspur abgekommen und musste seinen Sparkurs mehrfach verschärfen - anfangs wegen der mauen Automobilkonjunktur, später wegen der Coronakrise. (reuters/apa/red)