Elektroautos

Batterien für VW: Südkoreanischer Konzern SK will Fabrik in Ungarn ausbauen

Der südkoreanische Chemiekonzern SK Innovation will die Produktion von Batteriezellen für Elektroautos massiv ausweiten, und zwar von 10 auf 16 Gigawattstunden. Wichtigster Grund ist der Kunde Volkswagen.

Der südkoreanische Chemiekonzern SK Innovation will die Produktion von Batteriezellen für Elektroautos massiv ausweiten. Dazu erwägt SK Innovation, seine im Bau befindliche zweite Fabrik in Ungarn auszuweiten. Die bisher dort geplante Kapazität von 10 Gigawattstunden könnte auf 16 Gigawattstunden aufgestockt werden, um den steigenden Bedarf von Volkswagen zu decken.

Dazu spreche SK Innovation auch über ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem deutschen Autobauer, sagte Vorstandschef Kim Jun der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der US-Elektronikmesse CES in Las Vegas.

Südkoreaner reden von einer Gemeinschaftsfirma

Volkswagen dämpfte die Erwartungen indes. Ein Joint Venture sei - neben anderen Möglichkeiten - zwar denkbar, entschieden sei aber nichts. Unbestritten sei der enorme Bedarf an Batteriezellen für den Ausbau der Elektromobilität, sagte ein Sprecher. "Der Kapazitätsaufbau ist gigantisch." Eine Sprecherin von SK Innovation ergänzte, die für Ungarn angedachte zusätzliche Kapazität von sechs Gigawattstunden könne auch in einem anderen europäischen Land als Ungarn errichtet werden. Gleichzeitig bauen die Koreaner ihre Kapazitäten in den USA aus, wo VW in Tennessee eine Autofabrik betreibt.

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VW will langfristig mehr selbst produzieren

Volkswagen benötigt für seine E-Pläne in Europa und Asien eine Jahreskapazität für Batteriezellen von mehr als 300 Gigawattstunden Speicherkapazität. Dafür hat der Konzern langfristige Verträge mit asiatischen Lieferanten geschlossen.

Parallel bereitet Volkswagen den Einstieg in eine eigene Fertigung vor und hat sich dafür mit dem schwedischen Spezialisten Northvolt zusammengetan. Ab 2020 soll im niedersächsischen Salzgitter eine Batteriezellfabrik mit einer Kapazität von 16 Gigawattstunden entstehen. Der Produktionsstart ist für 2023/2024 geplant. (reuters/apa/red)

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