Energiewirtschaft

ABB finalisiert milliardenschseren Verkauf seiner Stromnetzsparte

Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB hat den Verkauf seiner Stromnetzsparte an den japanischen Konzern Hitachi abgeschlossen. Der Erlös wird auf 7,8 Milliarden Dollar netto beziffert. Jetzt will ABB eigene Aktien zurückkaufen - und sie dann vernichten.

Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB hat den vor eineinhalb Jahren angekündigten Verkauf des Stromnetzgeschäfts an die japanische Hitachi abgeschlossen. ABB lege den Schwerpunkt nun verstärkt auf Industriekunden, wie der Konzern mitteilte. Die Nettoerlöse des Deals von bis zu 7,8 Milliarden Dollar (7 Mrd. Euro) sollen wie geplant an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse für das zweite Quartal wolle ABB zunächst einen Teil der Erlöse in ein Programm zum Rückkauf von zehn Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals stecken. Dies entspreche rund 180 Millionen Aktien.

Rückkauf eigener Aktien geplant - und dann ihre Vernichtung

Das Aktienrückkaufprogramm solle über eine zweite Handelslinie an der Schweizer Börse laufen und zum Zeitpunkt der Generalversammlung am 25. März 2021 abgeschlossen werden. Die zurückgekauften Aktien wolle ABB vernichten. Auf der Generalversammlung werde der Zürcher Konzern zudem weitere Einzelheiten zur Optimierung der Kapitalstruktur vorlegen. Das bestehende Kreditrating wolle ABB beibehalten.

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Hitachi ABB Power Grids erwirtschafte mit rund 36.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 10 Mrd. Dollar und ist eigenen Angaben zufolge weltweit führend bei Stromversorgungssystemen. ABB werde zunächst 19,9 Prozent ihrer Anteile an dem Unternehmen mit Sitz in der Schweiz behalten. In drei Jahren könnten die Schweizer eine Option für den Verkauf des Pakets ausüben. Die im Dezember 2018 vereinbarten Konditionen blieben unverändert. Für den gesamten Geschäftsbereich wurde damals ein Unternehmenswert von 11 Mrd. Dollar festgelegt.

Der Verkauf ist auch ein Erfolg für den aktivistischen Großanleger Cevian, der schon seit Jahren Druck auf ABB macht. (reuters/apa/red)

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