Erneuerbare

60 GWh: Neuer Rekord bei Erneuerbaren in Deutschland

Die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt kann bei günstigem Wetter mehr Strom mit Erneuerbaren erzeugen als sie verbrauchen oder speichern kann - Tendenz steigend.

Neuer Rekord für die erneuerbaren Energien in Deutschland: Windkraft- und Solaranlagen haben am Dienstag in der Spitze bis zu 60 Gigawattstunden Strom erzeugt, wie der Energieversorger E.on mitteilte. Grund war demnach ein stabiles Hochdruckgebiet über Skandinavien, das Deutschland einen größtenteils wolkenfreien Himmel und eine windige Witterung bescherte.

"Damit liegt die Erzeugung von erneuerbarer Energie aus Wind und Sonne erstmals über dem bisherigen Rekordwert von 58 Gigawattstunden", erklärte Victoria Ossadnik, vorsitzende Geschäftsführerin von Eon. Durch die Rekord-Einspeisung konnte demnach in den Peak-Stunden der komplette Stromverbrauch in Deutschland durch Strom aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.

Anteil der Erneuerbaren am gesamten Energiemix bleibt sehr bescheiden

Die Angaben betreffen allerdings nur den Stromsektor. Auch beim Blick auf den gesamten Verbrauch von Energie in Deutschland relativiert sich das Bild über immer neue Rekorde bei den Erneuerbaren. Zwar ist ihr Anteil am gesamten Energieverbrauch in Deutschland (Primärenergieverbrauch) in den vergangenen 20 Jahren von einem Prozent auf 15 Prozent gestiegen, so die jüngsten Statistiken des deutschen Umweltbundesamts.

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Erdöl und Erdgas liefern weiterhin 60 Prozent der insgesamt verbrauchten Energie

Mit 85 Prozent kommt allerdings auch nach Milliardenförderungen für die Energiewende der überwältigende Anteil der gesamten Energie nicht aus Erneuerbaren. Die größten Anteile von Primärenergie werden aktuell mit 35 Prozent aus Mineralölprodukten und mit 25 Prozent aus Erdgas gewonnen. (afp/apa/red)