Finanzierung

Übernahme von Osram - AMS wartet auf "regulatorische Freigabe"

AMS Headquater
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Die börsennotierte steirische AMS hat nach eigenen Angaben weitere 3,5 Prozent der Anteile am deutschen Lichtkonzern Osram zugekauft. "Wir sind derzeit in einem Übernahmeverfahren, wo wir auf die regulatorische Freigabe warten, mit der wir im zweiten Quartal rechnen", sagte ein ams-Sprecher zur APA. Die nun erreichte direkte Beteiligung von 23,4 Prozent sei aus regulatorischen Gründen die zulässige Höchstgrenze.

AMS will die bis zu 4,6 Mrd. Euro schwere Übernahme des traditionsreichen Münchner Lichttechnikkonzerns Osram zum Teil mit einer Kapitalerhöhung finanzieren. Die Steirer halten bereits 60 Prozent der Anteile und peilen im Sommer einen Beherrschungsvertrag an.

Kapitalerhöhung macht AMS zu schaffen

In den nächsten Wochen will AMS von Aktionären 1,65 Milliarden Euro zur Finanzierung der Übernahme von Osram bekommen. Die knapp 190 Millionen neuen Aktien werden mit einem hohen Abschlag angeboten: Sie sollen 9,20 Schweizer Franken (8,68 Euro) kosten, 63 Prozent weniger als der Schlusskurs der an der Schweizer Börse gehandelten Papiere, teilte AMS vergangene Woche mit.

Sie hatten mit 25,28 Franken geschlossen. Jeder Aktionär kann vom 16. bis 30. März mit vier Bezugsrechten jeweils neun neue AMS-Aktien zeichnen. Um die geplante Summe zu erlösen, muss AMS sein Grundkapital mehr als verdreifachen.

Die Bezugsrechte können bis zum 26. März an der Schweizer Börse gehandelt werden. Neue Aktien, für die die AMS-Aktionäre ihre Bezugsrechte nicht ausüben, sollen anschließend an große Investoren oder über den Markt verkauft werden.

Diese angekündigte Kapitalerhöhung hat Aktien von AMS vergangene Woche zeitweise auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr abrutschen lassen. Die Papiere fielen in der Spitze an der Börse in Zürich um zehn Prozent 22,76 Franken (21,48 Euro).

(reuters/apa/red)